Allgemeine Leserbriefe

An der Landsgemeinde wird über den Memorialsantrag der Pro Velo Linth abgestimmt. Dieser verlangt eine Aufwertung und Verbesserung der Radroute. Wussten Sie, dass heutzutage jeder fünfte Tourist, der die Schweiz bereist, dies mit dem Fahrrad macht? Deshalb stünde es unserem Kanton gut an, endlich etwas für die Verbesserung unserer Radroute zu unternehmen. Das aktuelle Radroutengesetz stammt aus dem Jahre 1983! Als täglicher Benutzer der Radwege bin ich immer wieder mit den vielen Unzulänglichkeiten konfrontiert:

  • Bei Regen- oder Schneefall werden die nicht asphaltierten Strecken zu schlammigen, teilweise unfahrbaren Wegen. Zum Beispiel von Ennenda Richtung Mitlödi nach dem Martinsheim bis zum Hüsliguet gleicht die Strecke nach starkem Regen eher einem Bachbett als einem Radweg.
  • Die Schneeräumung ist stark verbesserungswürdig. Vielfach wird (wenn überhaupt) erst nachdem alle anderen Wege geräumt sind, endlich auch die Radstrecke geräumt.
  • Bei allen Bahnübergängen bleibt der Schnee jedoch liegen und man muss absteigen und das Velo über die Schneemade tragen. Ohne Spikesbereifung und Vollfederung ist eine Benützung der Velowege im Winter nur sehr eingeschränkt möglich.
  • Die Streckenführung ist teilweise unübersichtlich, zu schmal (z.B. «Irrgarten» beim Wiggispark) und schlecht markiert.
  • Teilstrecken sind für schnelle E-Bikes gesperrt (Näfels–Netstal, in Glarus entlang der Linth ab Badi bis Ennetbühlerstrasse, von der Tridonic bis zum Cornetto).

Diese Unzulänglichkeiten stehen auch in der Studie der HSR, die der Regierungsrat im Jahr 2017 in Auftrag gegeben hat: www.gl.ch >Parlament >Geschäfte). Die Studie zeigt diese und weitere Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten auf. Leider hat es der Regierungsrat verpasst, gestützt auf diese Studie, einen Gegenvorschlag zum Memorialantrag auszuarbeiten. Aus all diesen Gründen bitte ich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der nächsten Landsgemeinde dem Memorialsantrag der Pro Velo Linth zuzustimmen.

Urs Murer, Sool