Wenn Weesen zur Bühne der Welt wird

Sabor a Circo aus Argentinien begeisterte die ganz kleinen Besucher mit atemberaubender Akrobatik und auch ein bisschen Clownerie. (Foto: Juliane Bilges)

Am vergangenen Samstag verwandelte sich das historische Städtli in Weesen erneut in eine bunte Bühne für Artistik, Clownerie, Musik und Magie. Beim KleinKunst Städtli-Fest trafen sich Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt und begeisterten das Publikum mit vielseitigen Darbietungen. Den musikalischen Auftakt machte die Musikgesellschaft Harmonie Weesen und stimmte die Besucherinnen und Besucher auf einen abwechslungsreichen Festtag ein.

Von Juliane Bilges

Besonders bunt ging es auf der «Grünen Bühne» zu. Dort erhielten Nachwuchstalente die Gelegenheit, ihr Können zu zeigen und das Publikum mit kreativen und überraschenden Programmen zu unterhalten. Auch abseits der Bühnen war für gute Stimmung gesorgt: In den Bars und Beizlis im Städtli konnten sich die Gäste mit verschiedenen Köstlichkeiten und Getränken stärken.

Aus aller Welt 
International war das Künstlerfeld auch in diesem Jahr. Uili Bispo aus Brasilien sorgte mit wortlosem Strassenzirkus, Jonglage, Akrobatik und Comedy für Unterhaltung. Die «Lady in Rot» aus Deutschland, Gina Sibila, zeigte eine elegante und zugleich atemberaubende Kombination aus Artistik, Tanz, Akrobatik und Cyr Wheel. Das Schweizer Duo Jac & Joe nahm das Publikum mit auf «Die Melodie der Clowns» und verband Clownerie, Poesie, Akrobatik, Slapstick, Musik und Magie. Für Nervenkitzel sorgte Kacper Danger aus Polen mit einem Spiel aus Feuer, Balance und Comedy, während Cia Expectativa Zero aus Argentinien mit Tuba-Klängen und Comedy die Kraft der Sprache auf besondere Weise auf die Bühne brachte. Ebenfalls aus Argentinien stammten Yaya Circo mit einer poetischen Mischung aus Bodenakrobatik, Luftartistik und Clownerie sowie Sabor a Circo, wo Grisel Palmadess Glaskugeln schweben liess und Akrobatik mit klassischer Ästhetik verband. Alessandro Alegria aus Italien liess Knoten verschwinden und zauberte allerlei Unglaubliches hervor. Das Cross Atlantic Quintett aus der Schweiz und den USA schliesslich verband 40er-Jahre-Vintage-Sound mit alpiner Seele.

Regnerischer Abschluss
Doch das Wetter machte dem Fest einen Strich durch die Rechnung. Nach ersten Auftritten ab 16.00 Uhr zog gegen 18.00 Uhr ein heftiger Regen auf. Da die Nässe weitere Darbietungen auf den Bühnen verunmöglicht hätte, wurde gegen 19.00 Uhr entschieden, das KleinKunst Städtli-Fest vorzeitig zu beenden. Damit musste leider auch die geplante Verleihung des «Weesner Wassertropfen» für die beste Darbietung des Abends ausfallen. Trotz des abrupten Endes liessen sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher die gute Laune nicht nehmen. Wer dem Regen trotzte, nutzte die Angebote der Bars und Beizlis und liess den Abend noch bis in die späten Stunden gemütlich ausklingen. So blieb das KleinKunst Städtli-Fest auch in diesem Jahr ein farbenfrohes Fest voller internationaler Kleinkunst – wenn auch mit einem etwas zu nassen Schluss.

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