Rekord für Glarner Nasenflötler

Eine Kirche voller Nasenflöten: Am Wochenende wurde ein Schweizer Rekord mit 295 Beteiligten erstellt. (Video-Screen shot: Eva Pechal)

295 Nasenflötenspieler und -spielerinnen trafen sich in der Stadtkirche Glarus, um gemeinsam «Sierra Madre» zu spielen. Der Weltrekord wurde zwar verpasst, doch der Schweizer Rekord und die ausgelassene Stimmung machten den Anlass unvergesslich.

Am Samstag, 15. August, traf sich eine grosse Gruppe motivierter und begeisterter Leute mit ihren Nasenflöten in der Stadtkirche Glarus. Alle Personen, die «Sierra Madre» spielen konnten, waren zum Rekordversuch eingeladen: Das weltweit grösste Nasenflötenensemble sollte es werden.

295 folgten dem Aufruf von TB Glarus 11 und spielten gemeinsam fünf Minuten «Sierra Madre», begleitet von David Kobelt an der Orgel. «Einen Schweizer Rekord haben wir auf jeden Fall», meinte der zufriedene Projektleiter Fritz Bolliger. Zum Weltrekord hätte es 468 Nasenflötenspielende gebraucht. Trotzdem herrschte in der Kirche eine emotionale Stimmung, und Spielerinnen und Spieler verliessen die Kirche mit einem Strahlen im Gesicht in Richtung Chilbi und Festzelt von TB Glarus 11 auf dem Zaunplatz.

Fünf Minuten «Sierra Madre» und viel Jubel
Am Samstagmittag erhielten die Nasenflötenspielerinnen und -spieler beim Kircheneingang einen Bändel, mit dem ihre Anzahl ermittelt und später im Festzelt von TB Glarus 11 ein Getränk eingelöst werden konnte. Um 14.00 Uhr eröffnete Projektleiter Fritz Bolliger den Event. Nach zwei kurzen Proben folgten die fünf Minuten «Sierra Madre».

Grosser Jubel brandete auf, als die letzten Töne des Liedes verklangen. Der Schweizer Rekord war geschafft, der verpasste Weltrekord tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. 

Zum Andenken überreichte Andrea Trummer, Vizepräsidentin der Gemeinde Glarus, der Präsidentin von TB Glarus 11, Ramona Bolliger, eine gläserne Trophäe. 

Überraschungslied und Feier im Festzelt
Zur Überraschung der Flötler wurde zum Schluss noch der «Topfavorit» aus zehn Jahren Festzelt, «Griechischer Wein», angestimmt – erstaunlich gut, obwohl ungeprobt. «Hier liegt ein Geheimnis der Nasenflöte», so Bolliger.

Nach dem Rekordversuch feierten die gut gelaunten «Nasenflöteler» im Festzelt weiter. Wie gewohnt herrschte dort das ganze Wochenende ausgelassene Stimmung. Das Team von Festwirtin Lisbeth Bolliger verwöhnte die Gäste mit Pasta und drei hausgemachten Saucen, feinen Getränken und leckeren Backwaren. Zur Erinnerung an das Spektakel wurde eine Videoaufnahme erstellt, die auf www.tbglarus11.ch und YouTube zugänglich gemacht wird.

eing.

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