Mord am Mörderkopf?

Adolf Tschudi fasste die Botschaft des Anlasses passend zusammen: «Geniessen wir das Gebiet, wie es ist, und schauen wir, dass es weiterhin so bestehen bleibt.» (Foto: zvg)

Am Samstag trafen sich die Gönnerinnen, Gönner und Freunde der Stiftung Pro Freiberg Kärpf und Mettmen-Alp zu einem gemütlichen und interessanten Informationsanlass auf Mettmen.

Woher haben die Berge, Fluren und Alpweiden rund um den Freiberg Kärpf eigentlich ihre Namen? Und was hat es mit dem «Mörderkopf» oder den «Füdlächöpf» auf sich? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten die Gönnerinnen, Gönner und Freunde der Stiftung Pro Freiberg Kärpf/Mettmen-Alp anlässlich eines gemütlichen und zugleich informativen Treffens auf Mettmen. Die Stiftungsräte Adolf Tschudi und Bruno Largo nahmen die Teilnehmenden mit auf eine spannende Reise durch die Namenswelt des Freiberg Kärpf. Dabei gab es nicht nur viel Wissenswertes, sondern auch die eine oder andere Überraschung und manchen Grund zum Schmunzeln. So hat der Mörderkopf tatsächlich nichts mit einem Mord zu tun. Die Bezeichnung geht auf «Morder» zurück, einen alten Ausdruck für eine hochgelegene Weide für Rindvieh. Auch bei den «Füdlächöpf» steckt mehr dahinter, als der Name zunächst vermuten lässt. Gemeint sind geografisch abgerundete Erhebungen oder markante Felskopfformen, die im Volksmund scherzhaft nach einem Körperteil benannt wurden.

Ein Blick zurück 
Auf dem Rundgang durfte natürlich auch die alte, heute nicht mehr benutzte Bergstation der Mettmen-Seilbahn nicht fehlen. Seit 2022 war vorgesehen, die historische Station in ihrem ursprünglichen Zustand zu erhalten und gleichzeitig für Ausstellungen und Kurse umzubauen. Daraus hätte ein weiterer attraktiver Anziehungspunkt für Besucherinnen und Besucher im Freiberg Kärpf entstehen können.

Doch aus dem geplanten Projekt wird nichts. Nach verschiedenen Hürden auf gesetzlicher Ebene wurde das Vorhaben vom Kanton Glarus schliesslich abgelehnt. Damit bleibt die alte Bergstation vorerst ein Stück Seilbahngeschichte, das an vergangene Zeiten erinnert.

Die Stiftung Pro Freiberg Kärpf und Mettmen-Alp setzt sich für die Erhaltung und Förderung des Wildschutzgebietes Freiberg Kärpf sowie des alpinen Freizeit- und Erholungsgebietes Mettmen-Alp ein. Der Anlass zeigte eindrücklich, wie viel Geschichte, Geschichten und Besonderheiten in dieser Landschaft stecken.

Nach dem informativen Rundgang liessen die Gönnerinnen und Gönner den Nachmittag bei einem Apéro am Garichtisee gemütlich ausklingen.

eing.

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