Start mit Jubiläum

VApéro im Längstafel zur Feier 20 Jahre Stiftung Alp Vorderdurnachtal. (Foto: Maya Rhyner)

Für einmal starte ich den Alpsommer mit einem Jubiläum, nicht mein Jubiläum. Vor 20 Jahren hatte die damalige Gemeinde Rüti grosse finanzielle Probleme. Aus diesem Anlass entstand damals die Stiftung Alp Vorderdurnachtal. Diese Stiftung feiert darum heuer ihr 20-Jahr-Jubiläum.

Ich gehe den 17. Sommer, zusammen mit meiner Familie, auf die Alp Vorderdurnachtal. Vor 38 Jahren verbrachte ich zum ersten Mal ein Teil meiner Sommerferien auf der hintersten Alp im Durnachtal, im Hinterdurnachtal. Damals war die Strasse hinauf auf die Alpen noch nicht fertiggestellt. Ich musste mutig in die offene Seilbahn in Linthal einsteigen, mit der man bis in den Berg gelangte, zuvorderst im Durnachtal. Diese Sommerferien haben mein ganzes Leben geprägt, denn von da an hat mich das Alp-Virus nicht mehr losgelassen. Alle meine Schulsommerferien verbrachte ich im Hinterdurnachtal. 

Die Stiftung Alp Vorderdurnachtal lud am Samstag ihre Gönner zu ihrer Feier ein. Die Feier fand auf der Alp Vorderdurnachtal statt. Ich durfte mit meiner Familie und zwei Landfrauen das Fest vor Ort organisieren. Zum Apéro richtete ich eine feine Platte mit Käse vom letzten Sommer an. Natürlich durften die feinen Zigerbrötli für die Heimwehglarner nicht fehlen. Diese garnierten wir mit viel Liebe und Blumen. Dafür ernteten wir reichlich Komplimente. Das Mittagessen fand im Stall statt. Ich und meine Tochter haben die Tische weiss gedeckt und mit frühlingshaften Servietten aufgetischt. Eine willkommene Abwechslung zum Alpalltag. Da ich, wenn ich nicht grad auf der Alp war, immer im Gastgewerbe arbeitete, war das eine Ehrensache für mich. Nach der Schule hatte ich eine Lehre als Köchin gemacht. Heute produziere ich im Sommer in meinem kupfernen Käse-Kessi feinsten Bio Glarner Alpkäse AOP. Die Gäste reisten bei schönstem Wetter zahlreich an, genossen den Apéro im Freien mit Alphornklängen und Örgelimusik. Nach dem Mittagessen berichtete der Präsident der Stiftung Alp Vorderdurnachtal über die vergangenen zwanzig Jahre und die vielen Veränderungen (die auch ich in den 17 Jahren miterlebt habe). Meine Kinder sind gross geworden und starten nun ins Berufsleben. Sie verbrachten jeden Sommer auf der Alp und gingen von dort zur Schule. Vor zwölf Jahren durfte ich ein grosses Fest mit organisieren, die Einweihung des neuen Alpstalls im Vorderdurnachtal. Dieser Stall hat so einiges erleichtert in meinem Alpalltag. Und schon bald gehört er wieder unseren Kühen.

Rebekka Zimmermann bewirtschaftet zum 17. Mal die Alp Vorderdurnachtal.

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