Am 6. Juni fand der erste Glarner Gesundheitstag statt. Warum alle Beteiligten begeistert waren und weshalb sich eine Panne als Glücksfall herausstellte.
Am Samstag war das Verkaufslokal von Tödi Sport Schauplatz des ersten Glarner Gesundheitstages. Ins Leben gerufen wurde er vom FRIDOLIN-Medienberater Manfred Eilers. Er zieht ein positives Fazit: «Es kamen viele Besucherinnen und Besucher, die vier Partnerfirmen sind happy und die drei Vorträge waren sehr motivierend.»
Drei motivierende Vorträge
Anahita Dastoor und Sarah Elmer wollten im Tödi Sport den ersten Vortrag um 10 Uhr halten. Doch es gab eine technische Panne, die Präsentation konnte nicht über den Beamer angezeigt werden. Kurzerhand wurde beschlossen, den Vortrag im Kantonsspital zu halten. Alle Zuhörer/-innen wurden gebeten, einen 10-minütigen Fussmarsch zu unternehmen. Tatsächlich liessen es sich 70 Personen nicht nehmen, den Vortrag anzuhören. Einen besseren Beweis für das grosse Interesse hätte es nicht geben können. Die beiden Fachfrauen (Fachärztin Kardiologie und Physio- und Herztherapeutin) erläuterten die medizinischen Vorteile von Bewegung in verständlicher und kurzweiliger Weise. Nach dem Vortrag bildete sich eine lange Schlange von Menschen, die den Referentinnen ihre Fragen stellten.
Ziele erreichen?
Melanie Notter ist Gesundheitscoach und als solche beim Krankenversicherer CSS angestellt. Sie und ihr Team beraten Kundinnen und Kunden der CSS bei Fragen rund um ihre Gesundheit und unterstützen beim Erreichen von persönlichen Zielen. Ihr Vortrag handelte davon, wie man mit kleinen Schritten neue, erwünschte Gewohnheiten festigen kann. Sie erläuterte, wie Ziele formuliert werden sollten (Z. B. «Ich möchte mich mehr bewegen. Dazu nehme ich ab jetzt bis Ende August im Büro, zu Hause und am Bahnhof immer die Treppen»), und welche psychologischen Strategien helfen können, dranzubleiben, um eine nachhaltige Verhaltensänderung zu erreichen.
Ruedi Kubli, einer der Besucher, hatte Ende November einen Herzinfarkt. Anschliessend absolvierte er die ambulante Herzrehabilitation (bei Anahita Dastoor und Sarah Elmer). Er war begeistert von den Vorträgen, insbesondere von jenem über Zielsetzung und Selbstcoaching. Die Inhalte seien zwar nicht grundsätzlich neu für ihn, hätten ihn aber «mitgenommen» und neu motiviert.
Mehr Muskeln – und doch kein Bodybuilder
Kathrin Buff war früher Polizistin, heute arbeitet sie als Fitnesstrainerin bei Well Come Fit. Die Hauptbotschaft ihres Vortrages war: Krafttraining lohnt sich ein Leben lang – nicht für die Optik oder gar fürs Aussehen eines Bodybuilders, sondern für die Selbstständigkeit im Alter, den Schutz der Gelenke und die Stoffwechselgesundheit. Entscheidend sei dabei nicht die Intensität, sondern die Kontinuität: kleine, regelmässige Reize, die immer wieder neu gesetzt werden. Weshalb hat sie ihren spannenden Beruf bei der Polizei an den Nagel gehängt? «Ich sehnte mich nach einer Tätigkeit, welche die Sinnhaftigkeit und positive Wirkung in den Mittelpunkt stellt und die es mir ermöglicht, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten.» Als Fitnesstrainerin erlebt sie täglich, wie Menschen fitter, selbstständiger und selbstsicherer werden. Genau das gibt ihr Antrieb: «Ich glaube so lange an meine Kunden, bis sie selbst an sich glauben.»
Erfolg
Der erste Glarner Gesundheitstag war also ein voller Erfolg. Das bestätigen auch die teilnehmenden Firmen. Kathrin Wolter von Well Come Fit freute sich über das grosse Interesse an ihrem Angebot. «Viele Leute wollten auf dem ‹Mescan›-Gerät den Stand ihrer körperlichen Fitness messen lassen, und wir bekamen zahlreiche Anmeldungen für ein Schnuppertraining.» Auch Domenico Mongiovi von der CSS freut sich: «Wir konnten uns als Gesundheitspartner und Ansprechpersonen zeigen.» Gastgeber Ueli Oester von Tödi Sport resümiert: «Der Gesundheitstag hat sehr viele Leute angesprochen.
Wir haben einige neue Gesichter zum ersten Mal bei uns im Laden gesehen, was uns sehr freut.»
Wird es einen nächsten Glarner Gesundheitstag geben? «Sobald wir gemeinsam die Ergebnisse des Anlasses ausgewertet haben, werden wir entscheiden, ob und wie es weitergeht», sagt Manfred Eilers.
Søren Ehlers


