Den ersten Schritt tun

Musikalisch umrahmt: Büchel- und Alphornklänge von Fridli Kundert und Volkstümliches vom Echo vum Schwarztschingel. (Foto: Maya Rhyner)

Die Stiftung Alp Vorderdurnachtal lud am 23. Mai zum 20-Jahr-Jubiläum ein. Beim Alpstall im Längen ertönten Büchel- und Alphornklänge, ein reichhaltiger Apéro mit wunderbaren Alpkäseplatten und Zigerbrüt samt Blick zum weiss verschneiten Hausstock sorgten für grosse Freude.

Stiftungsratspräsident Mathias Vögeli begrüsste die Gönnerinnen und Gönner sowie Unterstützer der Stiftung Alp Vorderdurnachtal herzlich. Zu Fuss, per Velo oder Shuttle fanden rund 60 Personen den Weg ins wild-eindrückliche Tal. «Den Wert der Alpen muss ich Ihnen nicht erklären. Alpen zu erhalten kostet, aber sie nicht zu erhalten, kostet unter dem Strich noch viel mehr», so Vögeli. 

Er zeigte die Geschichte der Stiftung auf, welche im Jahr 2006 aus finanziellem Druck der damaligen Gemeinde Rüti hervorging. Es waren Massnahmen gefordert; der Verkauf der Alpen stand aber ausser Frage, der Souverän lehnte einen Verkauf ab. «Bei der Stiftungsgründung war ein bekanntes Zitat wichtig: ‹Egal wie weit der Weg ist, man muss den ersten Schritt tun›», so ­Vögeli.

ZʼMittag im Alpgadä
Nach der Stiftungsgründung damals wurden Gönnerinnen und Gönner gesucht, welche der Stiftung das Fundament gaben. Schritt für Schritt konnten weitere Massnahmen umgesetzt werden. Im Laufe der Jahre wurden beispielsweise eine Mikroturbine für Strom, die Erneuerung der Materialseilbahn, die Wasserquelle und deren Tank oder der Alpstall im Längen sowie die Sanierung der Wasserfassung samt Leitung im Oberstafel erneuert. 

Vor dem Alpstall im Längen ertönen am Jubiläum Heimatklänge und der feine Glarner Alpkäse von Familie ­Rebekka und Martin Zimmermann findet grossen Anklang. Die Apéro-Platten sind liebevoll dekoriert mit Wiesenblumen und Alpenkräutern. Fürs Zmittag geht’s sodann in den blitzblank geputzten Stall, der mit festlichen ­Tischen ausgestattet ist.

«Es braucht ein Miteinander»
Mathias Vögeli zeigte nach dem Mittagessen noch weitere Eckpunkte der Stiftung auf, so beispielsweise die finanziellen Beträge, welche für die genannten Investitionen nötig waren, jedoch via Spendengelder und Gönnerbeiträge abgefedert werden konnten. So resultierten für die Stiftung verkraftbare Nettobeträge, beim Alpstall, der mit rund 525 000 Franken zu Buche stand, war der verbleibende Betrag für die Stiftung nur noch 37 700 Franken. Von der Gemeinde Glarus Süd überbrachte Ruedi Zweifel, Departementsleiter Wald und Landwirtschaft, die besten Grüsse.

eing.

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