Neue Ausstellung angekündigt

Von links: Der Vorstand des Gönnervereins Glarner Wirtschaftsarchiv mit Ursula Freitag, Rolf Kamm und Präsidentin Jacqueline Jenny sowie Archivleiterin Madlaina Brugger. (Foto: Barbara Bäuerle Rhyner)

Im Glarner Wirtschaftsarchiv ist ab Januar 2027 eine neue Ausstellung unter dem Titel «Akten rein – Forschung raus» zu sehen. Die Vorstellung der Detailplanung erfolgte für die Mitglieder des Gönnervereins nach ihrer Mitgliederversammlung.

Der Gönnerverein Glarner Wirtschaftsarchiv traf sich am 5. Mai im Hänggiturm, Schwanden, zur Mitgliederversammlung. «Ein besonderer Höhepunkt des Vereinsjahres war die Durchführung der Veranstaltung «Kunst aus Glarner Häusern» im Oktober 2025, zusammen mit dem Glarner Kunstverein und dem Historischen Verein», so Präsidentin Jacqueline Jenny in ihrem Jahresrückblick.

Positives Ergebnis dank Auktion
«Die angebotenen Zeichnungen und Objekte stiessen auf grosses Interesse. Engagierte Biet-Runden sorgten für eine lebendige Atmosphäre», schwärm­te Jacqueline Jenny. So war auch das positive Ergebnis der Jahres­rechnung auf diese Auktion mit rund siebzig Teilnehmenden zurück­zuführen. Das Kapital des Gönnervereins beläuft sich auf über 16 000 Franken. 

Gedenken und dreifacher Rücktritt
«Leider mussten wir im vergangenen Vereinsjahr Abschied nehmen von Sibyll Kindlimann», gedenkt Jenny der treuen Unterstützerin des Gönnervereins und wohlwollenden Verbun­denen des Wirtschaftsarchivs.

Ruth Meli, die seit 2011 im Vorstand die Kasse unter sich hatte, gab ihren Rücktritt. Mit Karin Marti-Weissenbach verliess ebenfalls ein Gründungsmitglied (seit 2004) den Vorstand. Auch der seit 2019 amtende Aktuar, Heini Hertach, wurde verdankt und mit einem Präsent verabschiedet. Die 19 Anwesenden der 150 Mitglieder, waren sich für die interimistische Übernahme der Aktuarsaufgaben durch Vorstandsmitglied Rolf Kamm einig.

«Akten rein – Forschung raus»
Madlaina Brugger, wissenschaftliche Leiterin des Glarner Wirtschaftsarchivs, stellte im Anschluss an die Versammlung die neu geplante Ausstellung vor. «Die Industriekultur ist ein wichtiger Teil der Glarner Identität. Das Glarner Wirtschaftsarchiv ist das Gedächtnis davon», führte Brugger aus. Das Archiv als lebendiger Ort der Erinnerung - unter anderem des Nachlasses von 13 Firmen - nimmt die Besucher/-innen in der neuen Dauerausstellung (geplant für zehn Jahre) mit auf diesen Weg. Darin können teils Objekte auch angefasst und Texturen gefühlt werden.

Ein besonderes Augenmerk lag bei der Planung im Wirtschaftsarchiv Schwanden auf Barrierefreiheit für Menschen mit Mobilitäts- und Sehbehinderungen.

Davon, dass die Finanzierung der noch offenen 6000 Franken bei einem Budget von über 150 000 Franken noch sichergestellt wird, ist auszugehen. Im Januar 2027 soll die Vernissage von «Akten rein – Forschung raus» dann stattfinden.

Barbara Bäuerle Rhyner

Back To Top