Wie es vom Lieblingstier zu einem Klassenlogo auf einem Badetuch kommt, davon berichtet die Geschichte eines Klassenprojekts an der Oberstufe Buchholz.
Beim Übertritt von der Primar- in die Oberstufe werden die Karten neu gemischt: Neuer Schulort, neue Lehrpersonen und vor allem neue Mitschülerinnen und Mitschüler. «Viele Jugendliche begegnen der neuen Situation mit Unsicherheit», weiss Alexandra Greeff. Die Lehrerin an der Oberstufe Buchholz startete deshalb im letzten August ein spezielles Projekt: Die Klasse sollte gemeinsam ein eigenes Logo entwickeln. Gleichzeitig ging es darum, dass sich die acht Mädchen und neun Jungs näher kennenlernen und als Gruppe zusammenfinden.
Fische begrüssen sich
Als die Jugendlichen nach Ideen für ein Klassenlogo gefragt wurden, warf ein Mädchen das Wort «Haifisch» in die Runde. «Einfach weil sie seit früher Kindheit riesiger Fan dieses Tieres ist.» Auf dem Heimweg entstand bei Greeff daraus über «Hi Fish» das Bild von zwei unterschiedlichen Fischen, die sich ein «High Five» geben. «Ich mag die Idee, dass bei solchen Begegnungen kleine Glücksmomente entstehen – gerade wenn man unterschiedlich ist», so Greeff.
Vom Papier aufs Badetuch
Gemeinsam mit der Lehrerin für Bildnerisches Gestalten – Jessica Loi – wurde aus der Grundidee das eigentliche Logo entwickelt. Gleichzeitig zu diesen Arbeiten machte sich Greeff Gedanken, wo und wie das Logo für die Jugendlichen präsent sein könnte. Da Fische bekanntlich im Wasser leben, fiel die Wahl schnell auf ein besticktes Badetuch. Bei der Anfrage war die Weseta Textil AG sofort offen und bereit, das Projekt zu unterstützen.
Feierliche Übergabe
In der Woche vor Ostern war es dann so weit: Die Klasse besuchte das über 160 Jahre alte Unternehmen in Engi. Allen Jugendlichen wurde ein persönliches Badetuch überreicht, mit eingesticktem Klassenlogo – jedes in einer eigenen Farbe. «Es endlich in den Händen zu halten, war auch für uns ein spezieller Moment und zeigt, was aus einer einfachen Idee im Team entstehen kann».
«Auf dem Weg»
Der Abschluss steht mit dem gemeinsamen Badi-Besuch noch aus. Perfekt war das Miteinander in der Klasse nicht – aber genau darum geht es ja. «Wir sind da auf einem Weg», sagt Greeff. «Und vielleicht helfen solche Projekte, dass man sich ein Stück näherkommt und merkt, wie wichtig Vertrauen und ein respektvoller Umgang sind.»
Jürg Huber


