Das Toggenburger Städtchen Lichtensteig leuchtet auch 2026 wieder zuoberst auf dem Schweizer Pride-Kalender. Am Samstag, 25. April, stehen ein bereits ausverkaufter Drag Brunch, der queere Marktplatz, zwei Stadtführungen, ein Podiumsgespräch, Mini-Parade mit Streetdance, Pride Speech, Drag Show und Afterparty auf dem Programm.
Schon letztes Jahr besuchte eine Glarner Delegation die Mini.Pride, um sich für die Glarus Pride inspirieren zu lassen. Der Präsident des Trägervereins «Hössli Haus», Werner Kälin, erinnert sich: «Auf die Stadtführung und das Podium folgte ein bunter Umzug, an dem sich alle beteiligten: queere und nicht queere, junge und alte, binäre und non-binäre Personen, Menschen mit Behinderung, Einheimische und Auswärtige. In den Gesprächen unter den Teilnehmer/-innen wurde klar: Lokale Prides oder Dorf-Prides sind wichtige Zeichen für ein wohlwollendes Zusammenleben. Sowieso in einer Zeit, in der globale politische Entwicklungen die Gleichstellung bedrohen. In der kleinsten gemeinsamen politischen Zelle, im Dorf oder der Gemeinde, können es sich die Menschen nicht leisten, sich gegenseitig aufzuhetzen – sie brauchen einander, damit die Gemeinschaft stark ist.»
Wenig später lag an der Glarus Pride vom 5. Juli 2025 genau diese wohlwollende Atmosphäre in der Luft. Dem Geist der beiden lokalen Prides folgt auch die Projektidee in Glarus mit dem Bestreben, das Geburtshaus von Heinrich Hössli (* 6. August 1784 in Glarus; † 24. Dezember 1864 in Winterthur) gemeinsam mit dem ersten Clubhaus der Schweiz zu nutzen. Die Besitzerfamilie will es jetzt für 480 000 Franken verkaufen. Der Verein «Hössli Haus» sucht zu diesem Zweck interessierte Käufer/-innen oder Geldgeber/-innen. hoessli-haus.ch, minipride.ch
pd.


