Cello – schön und klagend

SaltoCello spielt zu Karfreitag Elgar. (Foto: kruemi/CC BY-SA 2.0)

An Karfreitag, 3. April, um 17.00 Uhr, ist das virtuose Celloensemble SaltoCello der Zürcher Hoch­schule der Künste (ZHdK) in der reformierten Kirche Schwanden zu hören.

Die Zürcher Hochschule der Künste ist bekannt für die exzellente Celloklasse von Professor ­Thomas Grossenbacher, eine Kaderschmiede, wo auch SaltoCello angesiedelt ist. Das Programm kombiniert schönste Melodien mit cellistischer Virtuosität und klagender Musik. Gabriel Fauré konzipierte seine Cellostücke «Sicilienne» und «Élegie» als Tanz für eine Ballettkomödie und als langsamen Satz für eine Sonate, doch verwirklichte er beide Projekte nie. So ist es bei diesen Einzelstücken geblieben, die zu seinen bekanntesten Kompositionen gehören.
Im Zentrum des Karfreitagskonzerts steht ­Edward Elgars Cellokonzert. Nach der Uraufführung in London 1919 schrieb ein Kritiker treffend: «Das Werk ist wunderbar, sehr einfach – diese bedeutungs-volle Einfachheit, die Elgars Musik in den letzten Jahren so eigen ist – aber auch von tiefgründiger Weisheit und Schönheit.» Das Konzert geriet bald in Vergessenheit, ehe es die legendäre Cellistin Jac-queline du Pré wieder aufführte und 1965 aufnahm. Heute gehört es zu den bekanntesten Werken des Cello-Repertoires. Das halbstündige Werk verbindet wunderbare Melodien mit packenden, cellistisch höchst virtuosen Passagen. Den Rahmen des Programms bilden zwei kurze musikalische «Gebete»: «Prayer» des Genfer Komponisten Ernest Bloch, der erstmals jüdische mit klassischer Musik kombi-nierte, und Johann Sebastian Bachs Orgelchoral «Ich ruf zu Dir, Herr Jesu Christ».

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