Zum 12. und letzten Mal führte Fritz Waldvogel am 13. März durch die HV des Glarner Bauernverbandes. Die HV präsentierte gute Zahlen, ehrte Berufsabsolventen, informierte über das neue Landwirtschaftliche Bildungskonzept, die Seuchenlage und anstehende politische Prozesse. Bedauerlicherweise konnte das Präsidium nicht neu besetzt werden.
«Bei den Produktionspreisen sind wir praktisch in derselben Situation wie vor 12 Jahren», so eröffnete Fritz Waldvogel vor zahlreichen Gästen aus Politik, dem Landwirtschaftsamt sowie vom Plantahof und vor 99 Stimmberechtigten im Gesellschaftshaus Ennenda die HV. Geschäftsführerin Sandra Hefti präsentierte die Jahresrechnungen des Verbandes, der Geschäftsstelle sowie der Kassen Betriebshelferdienst und Landschaftsqualität. Die Mitgliederbeiträge wurden belassen, für den Bildungsfonds beschloss die Versammlung einen Grundbeitrag von 20 Franken sowie Fr. 2.10/Hektare. Im neuen Bildungsmodell wird ab 2026 ein freiwilliges viertes Ausbildungsjahr angeboten.
Präsidium bleibt vakant
«Wie ich vor zwei Jahren angekündigt habe, endet meine Amtszeit als Präsident mit der heutigen Versammlung statutengemäss nach 12 Jahren», so Fritz Waldvogel. Ein Nachfolger hatte seine Kandidatur aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen. «Wir schlagen vor, dass das Präsidium vorerst vakant bleibt. Der Vorstand und die Geschäftsstelle sind organisiert und die Aufgaben dementsprechend verteilt.» Der Vorstand aus Fritz Hefti Nidfurn, Ruedi Schmid, Glarus, Peter Schiesser, Linthal, Christian Dürst, Braunwald, Adrian Winteler, Mollis, Caroline Schiesser, Linthal, Rita Widmer, Niederurnen, Melgg Mächler, Ennenda, sowie Ruedi Tremp, Mollis, wurde in globo wiedergewählt.
Waldvogel wird Ehrenpräsident
«2013 kam Fritz Waldvogel in den Vorstand des Glarner Bauernverbandes mit der Absicht, ein Jahr später das Präsidium zu übernehmen. Fritz hat immer versucht, Lösungen zu finden und Fronten aufzuweichen. Seine überlegte Art, sein grosses Engagement, seine Weitsicht und seine Verlässlichkeit haben den Glarner Bauernverband in diesen 12 Jahren dahin gebracht, wo er heute ist.» So bedankte sich Peter Schiesser im Namen der Mitarbeitenden und des Vorstandes. Die Versammlung dankte dem geschätzten Präsidenten zum Abschied mit Standing Ovations und Fritz Waldvogel wurde zum neuen Ehrenpräsidenten des Glarner Bauernverbandes ernannt.
Regierungsrätin Marianne Lienhard informierte über den Memorialsantrag der Bauerngruppe Glarus Süd für eine faire Abgeltung der Tierhalter bei Schäden durch Grossraubtiere sowie die Gesetzesrevision des Kantonalen Landwirtschaftsgesetzes, welche an der Landsgemeinde behandelt werden. Markus Richner, neuer Abteilungsleiter Landwirtschaft, dankte dem Verband für die konstruktive Zusammenarbeit. Dr. med. vet. Claudio Paganini, stellvertretender Kantonstierarzt, mahnte, die hohe Glarner Impfquote bei der Blauzungenkrankheit aufrechtzuerhalten.
«Hosenträger spicken lassen»
Markus Ritter, Präsident Schweizerischer Bauernverband, warb für Unterstützung gegen die Initiative «Für eine sichere, unabhängige Ernährung der Schweiz». Es laufe zudem die Vernehmlassung zur Agrarpolitik 2030. Ritter: «Hier muss man die Hosenträger spicken lassen und der Bevölkerung ein klares Zeichen senden.» Geehrt wurden für die Erstausbildung EFZ Andrea Zimmermann, Michael Rhyner und Lorenz Weber. Die Zweitausbildung EFZ absolvierten erfolgreich Sämi Diethelm, Niklas Elmer, Lena Hegner und Sereina Rast. Die Nachholbildung EFZ schlossen Manuela Hollenstein, Silvan Niederberger und Roman Vogel ab. Bruno Schnyder und Pascal Fischli schlossen zum Betriebsleiter Landwirtschaft FA ab und Petra Fischli zur Agrotechnikerin HF.
Fritz Waldvogel dankte Marco Baltensweiler, langjähriger Abteilungsleiter des Amtes für Landwirtschaft, dem Team der Geschäftsstelle Ramona Giger, Karin Glarner und Sandra Hefti sowie seinen Vorstandskollegen und den Bauern.
Barbara Bäuerle-Rhyner, Elm


