Brandnacht Glarus

Vor dem Brand – es wird geliebt und gefeiert. (Foto: zvg)

Der Brand von Glarus in der Nacht vom 10. auf den 11. Mai 1861 gehörte zu den grössten Brandkatastrophen des 19. Jahrhunderts in der Schweiz. Zwei Drittel des Kantonshauptortes Glarus wurden dabei zerstört, 47 Prozent der Einwohner wurden obdachlos. Aber was geschah vor dem Brand?

Schon 2020 sollte das Stück «Brandnacht Glarus» auf die Bühne kommen. Corona machte dem Unterfangen einen Strich durch die Rechnung. Nun ist es endlich so weit. Die Proben laufen auf Hochtouren. Niemand weiss so genau, was sich in den Stunden vor dem Brand abgespielt hat.

Mathias Jenny hat «Brandnacht Glarus. Ein Stück in 18 Szenen» basierend auf historischen Quellen sowie fiktiv verfasst. Es spielt in den Stunden vor dem Brand, die Figuren sind normale Menschen, die nichts von der Katastrophe ahnen. Es wird geliebt, gefeiert, man sitzt im Theater oder in der Beiz beim Jassen. Daraus ergibt sich dramatische Spannung – manchmal mit ­Humor und etwas Sarkasmus.

Seit letztem Herbst proben Schüler/-innen der Kantonsschule vom Freifach Theater (Leitung Sabine Aebli und Daniela Nieden) das Stück. Mit vollem Einsatz und viel Freude stehen sie auf der Bühne, begleitet werden sie von der Kanti-Band (Leitung Randy Müller). Kurzweilig, amüsant aber auch etwas nachdenklich machend. 

Martin C. Mächler

Uraufführung «Brandnacht Glarus» von ­Mathias Jenny Donnerstag, 19., sowie Freitag, 20. März, 20.00 Uhr (Türöffnung: 19.30 Uhr), Aula Kantonsschule Glarus, Eintritt frei.

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