An der 24. Hauptversammlung des Pendlervereins Glarus referierte Vorstandsmitglied Johannes Eckert aus Linthal zum Mammutprojekt «Tramnetz Süd» der VBZ. Die Botschaft für das Glarnerland: Mit Mut zum Ausprobieren und frühem Einbezug der Betroffenen lässt sich viel bewegen.
Die Präsidentin Priska Müller Wahl begrüsst interessierte Pendler/-innen in Ennenda zur 24. HV, darunter auch Regierungsrat Thomas Tschudi. Vor den statutarischen Geschäften zeigte der Fachreferent und VBZ-Verkehrsexperte auf, wie in Zürich der grösste Fahrplanwechsel der letzten Jahre erfolgreich umgesetzt wurde.
Betroffene zu Beteiligten machen
Dass gleichzeitig sieben Tramlinien geändert und die zentrale Haltestelle Bahnhofquai komplett umgebaut werden, sei kein Zufall gewesen. «Der Schlüssel zum Erfolg war die Partizipation», erklärte Eckert. Die VBZ habe Quartiervereine extrem früh als Fahrgastvertreter eingebunden und die Politik eng begleitet. Dank einer professionellen Kommunikationsoffensive wurde die Bevölkerung nicht vor vollendete Tatsachen gestellt, sondern auf die Reise mitgenommen. In der Diskussion wurde deutlich, dass v. a. der «Faktor Mensch» beachtet werden muss. Laut Eckert kann das Glarnerland Folgendes lernen: «Einfach einmal etwas wagen und ausprobieren!» Z. B. können neue Busrundkurse zu geringen Kosten grosse Effekte erzielen.
Severin Thoma neu im Vorstand
Im Vorstand gab es einen Wechsel: Marc Schneiter trat nach dreijährigem Engagement zurück und Severin Thoma wurde neu gewählt. Johannes Eckert übernimmt neu den Sitz in der kantonalen ÖV-Kommission. Die restlichen Vorstandsmitglieder mit ihrer Präsidentin Priska Müller Wahl wurden einstimmig im Amt bestätigt.
Engagiertes Jahr 2025
Mit einigen Fotos führte die Präsidentin Priska Müller Wahl durch den Jahresbericht: Von 4 Stellungnahmen zu politischen Vorlagen bis hin zum «Zielbaum für den Glarner ÖV», der beim Pendlerstand am Landsgemeinde-Flohmarkt von der Glarner Bevölkerung beurteilt und ergänzt wurde. Die Ziele bleiben klar: Höhere Attraktivität und bessere Konkurrenzfähigkeit des ÖV, um die Strasse zu entlasten. Regierungsrat Thomas Tschudi informierte zudem über den Zeitplan zum ÖV-Konzept und dass die geplante Busspur Netstal-Näfels im ersten Halbjahr umgesetzt wird. Mehr Informationen unter pendlerverein.ch
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