Oswald Heer-Preis 2026

Von links: Prof. Conradin Burga (Begründer des Preises), Fridli Marti (Präsident NGG), der Preisträger Feiko Miedema und Prof. Torsten Scheyer (Mitglied der Jury). (Foto: zvg)

In Glarus wurde am vergangenen Samstag der Oswald Heer Preis 2026 an den jungen Wissenschafter Feiko Miedema verliehen.

Der Oswald Heer-Preis wird seit 2016 alle zwei Jahre verliehen. Er soll an den grossen Glarner Naturwissenschaftler Oswald Heer (1809–1883) erinnern. Mit dem Preis werden hervorragende Arbeiten von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ausgezeichnet, die in der Schweiz tätig sind und in einem der Forschungsgebiete Oswald Heers arbeiten.

Die Naturforschende Gesellschaft des Kantons Glarus (NGG) organisiert jeweils die Preisübergabe. Darum hat Fridli Marti, Präsident der NGG, den feierlichen Anlass der Preisübergabe an Feiko Miedema geleitet. Feiko Miedema hat an der Universität Zürich an der Erforschung der Entwicklung der Fischsaurier in der Triaszeit gearbeitet. Sein wichtigstes Forschungsobjekt waren Versteinerungen aus dem Steinbruch Auenstein im Kanton Aargau, die von einem etwa 6 m langen Fischsaurier stammten. Feiko Miedema erkannte im Laufe seiner Arbeit, dass es sich um eine neue Gattung handelte, die er Argovisaurus nannte. Diese wiederum war entwicklungsgeschichtlich der Ursprung der «Augensaurier» (Ophthalmosaurier), kräftigen, schnellen Fischsauriern mit grossen Augen. Die Fundstücke aus dem Steinbruch wurden mittlerweile aufbereitet und können im Zoologischen Museum in Zürich bestaunt werden. Feiko Miedema wird künftig an der Universität Oslo seine Forschungsarbeiten weiterführen.

Feiko Miedema stellte sein Forschungsthema und seine Arbeit sehr engagiert und mitreissend vor. Er erklärte, er fühle sich sehr geehrt von der Verleihung eines Preises im Namen eines überragenden Wissenschaftlers. Auch seine Eltern, die speziell aus den Niederlanden nach Glarus gereist waren, hatten grosse Freude an der Preisverleihung.

eing.

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