Nach Umzug im Einsatz

Neu, angenehm und für die Zukunft gerüstet: Die Rega-Basis in Mollis. (Foto: FJ)

Anfang Dezember war es endlich so weit: Die Rega-Crew in Mollis konnte aus dem Container-Provisorium in die neue Basis umziehen. «Ein Traum», sagt Pilot und Basisleiter Marco Lehmann.

Seit 2016 lebten sie im Provisorium, seit 2021 waren sie rund um die Uhr an 365 Tagen einsatzbereit – die Crews der Rega in Mollis, die aus einem Piloten, einem Sanitäter und einem Arzt bestehen. Hier in Mollis ist man, so Geschäftsleitungsmitglied Philipp Simmen, der für die 14 Rega-Einsatzbasen zuständig ist, strategisch gut aufgestellt, von hier werden 900 Einsätze pro Jahr geflogen, davon 200 nachts, und so wollte man für die Teams auch eine Wohn- und Arbeitsinfrastruktur bauen, die möglichst keine Wünsche offenlässt.

Holzbau und PV – als Neuheiten
Zwei Neuheiten fallen – aus Rega-Sicht – am Bau besonders auf, so Alex Itin, Ground Operations Helicopter und für den Bau zuständig. Erstmals wurde der Grossteil einer Basis mit 213 Fertigelementen aus Holz erstellt, inklusive der Helikopterhalle, deren Dach von sieben 25 Meter langen und jeweils neun Tonnen schweren Bindern getragen wird. Insgesamt wurden 460 Kubikmeter Schweizer Holz verbaut. Ausgenommen davon ist die Tankstelle, welche 50 000 Liter Flugbenzin bereitstellt. Und auf dem Dach wurde eine Fotovoltaikanlage mit 136 Panels und 60 kW Peak installiert. Dank eines 90-kWh-Speichers kann die Basis bis zu drei Stunden mit Strom versorgt werden – das reicht bei Stromausfall, dass eine Crew zurückkehren und das Notstromaggregat in Betrieb nehmen kann.

Wohnen und arbeiten
Insgesamt 20 Personen arbeiten in Mollis bei der Rega, meist in 24-Stunden-, manchmal sogar in 48-Stunden-Schichten. Besonders wenn sie von einem Einsatz zurückkommen und sich ausruhen und vorbereiten, brauchen sie Schlafzimmer mit Dusche und WC und einen Aufenthaltsraum mit einer Küche. Beides entspricht in der neuen Basis dem heutigen Lebensstandard. «Im Provisorium fühlte man sich eher wie auf einer Alphütte», so Marco Lehmann, «jetzt ist es eine Freude, hier zu arbeiten. Wir verbringen als 3er-Crew 24 Stunden und manchmal auch noch mehr Zeit zusammen, da brauchen alle eine Garderobe, ein Zimmer, einen Rückzugsraum und vor allem einen gemütlichen Aufenthaltsraum.» Für die Zukunft ist die Rega in Mollis bestens gerüstet. Derzeit sind hier zwei Helikopter, das bewährte Modell AgustaWestland Da Vinci und neu die Fünfblattversion des Airbus H145 D3, welche Ende 2026 in Betrieb genommen wird. Am Samstag, 20. Juni, findet den Tag der offenen Tür der Basis Mollis statt.

FJ

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