Sackmesser für den KrKdt

Ein gerahmtes Foto zur Erinnerung für Major Walter Rhyner. (Foto: jhuber)

Seit sehr vielen Jahren organisierte Kreiskommandant (KrKdt) Walter Rhyner die Entlassungsfeier der Glarner Soldatinnen und Soldaten aus dem Militärdienst. Heuer galt die Verabschiedung im Brauereigasthof Adler auch ihm selber; nachdem er Tausende Sackmesser als Dank für den Dienst verteilt hat, durfte er selber eines in Empfang nehmen.

Die Entlassungsfeier aus dem Militärdienst läuft im Kanton Glarus stets nach dem gleichen Programm ab. Erst wird das Material im Zeughaus Glarus zurückgegeben, bevor es im grossen Adlersaal zur Zeremonie mit Abendessen kommt. Abwechslung braucht es dabei nicht, denn in der Regel werden Soldatinnen und Soldaten nur einmal im Leben aus dem aktiven Militärdienst entlassen. Wichtiger Bestandteil ist das Souvenir zur Feier, das speziell gravierte Sackmesser, überreicht vom Departementsvorsteher persönlich als Dank für den geleisteten Dienst an Kanton und Vaterland. Am letzten Freitag war der Ablauf nicht anders, doch stand mit Major Walter Rhyner ein besonderer Name auf der Liste. Denn seit vielen Jahren organisierte Rhyner als Kreiskommandant nicht nur den Abschiedsanlass, vielmehr stand er Glarnerinnen und Glarnern vom ersten bis letzten Tag der Dienstzeit an der Seite, vom Orientierungstag über den Stellungstag bis zur allfälligen Dienstverschiebung. Nun tritt er Ende 2025 in den Ruhestand und wurde selbst aus dem aktiven Dienst entlassen. Sein Nachfolger als KrKdt wird Christian Middendorf.

Als neuer Vorsteher des Departments Sicherheit und Justiz würdigte Regierungsrat Christian Marti den langjährigen Einsatz von Rhyner im Amt als Kreiskommandant. «An diesem Abend bedanken wir uns für den Einsatz für unser Land und unsere Gemeinschaft. Kaum jemand hat dies mehr vorgelebt als du.» Ähnliche Dankesworte richteten Gemeindepräsident Hansruedi Forrer und Divisionär Germaine ­Seewer an Rhyner und wünschten ihm alles Gute im neuen Lebensabschnitt. Auch allen anderen, die im «Adlersaal» waren, wurde für die geleistete Dienstzeit gedankt. «Ihr Dienstbüchlein ist für Aussenstehende nichts als eine Auflistung von Zahlen und Daten. Für Sie dagegen ist es eine Sammlung einmaliger Erlebnisse. Behalten Sie diese und die Armee in guter Erinnerung», so Div Seewer, an die Versammlung gerichtet. Dann ging es an die Übergabe der Dienstbüchlein und der Sackmesser, das gemeinsame Abendessen schloss diese einmalige Entlassungsfeier ab. 

jhuber

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