Hermann Huber geehrt

Festkonzert (von rechts) Hermann Huber, Hansrudolf Forrer, Betty Legler und Florian Landolt. (Foto: zvg)

Volles Haus, VIP-Aufmarsch und zwei Stunden mitreissende Musik, Interviews und Reden: Der Männerchor Linthal und Überraschungsgäste bescherten Hermann Huber zum 70-Jahr-Jubiläum als Organist am Sonntag, 9. November, in der ­reformierten Kirche Linthal ein rauschendes Festkonzert. Er war der unbestrittene Star.

«Wer ist alles zu Hermann Huber in die Schule gegangen?» In der reformierten Kirche Linthal schnellen die Arme dicht an dicht empor. Das Publikum ist in Scharen gekommen, sogar die Stufen zur Empore sind belegt. Von da oben, wo die 41-jährige Mathis-Orgel steht, die am Sonntag offiziell «Hermann-Huber-Orgel» benannt wurde (weil sie dank seiner Initiative eingebaut wurde), muss der drahtige Senior immer wieder zum E-Piano und zur historischen Kuhn-Orgel vorne eilen. Denn er ist nicht nur der Geehrte, sondern auch der Musiker, der alles wie eine Klammer zusammenhält. Aufgewachsen in Diesbach, ist er seit 70 Jahren an den Orgeln der heutigen Gemeinde Grosstal zu hören. Doch das von ihm heute gebotene Repertoire umspannt noch weit mehr – einen Zeitraum von 300 Jahren: vom alten Kirchenlied «Eine feste Burg ist unser Gott» (mit volkstümlichen Einsprengseln) über Edward Elgars «Pomp and Circumstances», Elvis Presleys «Can’t Help Falling in love», dem Beatles-Hit «When I’m Sixty-Four», «Money, Money» von Abba bis zum Schottisch. Schon lange bringt er Orgel und Volksmusik kreativ zusammen; deshalb bezeichnet ihn der als «Reiseleiter», sprich: Moderator, engagierte Gemeindepräsident von Glarus Süd, Hansrudolf Forrer, auch als Glarner «Hannes Meier».

Zu den Schülern des längst pensionierten, beliebten Lehrers und engagierten Musikers gehören nebst Forrer und dem halben Publikum auch Überraschungsgäste: So spielt das schon lange pensionierte «Echo vom Tödi» nochmals auf. Handorgelspieler Kurt Albert erinnert sich an Huber als «besten Lehrer». Später im Konzert singt Betty Legler mit dem Glarner Heimatlied ein berührendes Ständchen, eine Hommage an Huber. Eine Laudatio hält Eventmoderator ­Florian Landolt: Er begleitet als Trompeter im Duo mit Huber den Weihnachtsgottesdienst Linthal. Kirchgemeindepräsident Daniel Sprüngli dankt offiziell, ebenso Hanspeter Toggenburger, Präsident Männerchor Linthal. Der Chor organisierte mit immensem Aufwand das Konzert und präsentiert klassische Männerchorliteratur, aber auch den Rämlers-Hit «Bi im Glarnerland gebore» den Chinesen-Marsch und Gospel. Für ­Abbas «Mamma Mia», ein Gemischtchorlied, gibt zur Überraschung aller sogar der ehemalige Frauenchor Lin-thal unter Mary Zahner und Vreni ­Zweifel-Bürgy ein Comeback.

eing.

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