Die Wetter-Vorhersage war nicht verlockend, doch immerhin: «Aufhellungen in der zweiten Tageshälfte». Aber hinter den sieben Bergen in Elm? Keine Absage. Also packen (inkl. Regenschirm) und ab nach Elm.
Alle acht erschienen, keiner will das Weichei sein. Die Grosse Organisatorin (GO, Heidi) hat bereits ein Leichtprogramm ausgeheckt, zumal Sicherheit und Verantwortung im Steilprogramm doch tragende Argumente wurden. Aber die Hoffnung stirbt am längsten – man würde einen Kaffee lang abwarten vor der finalen Entscheidung. Und tatsächlich, die Wolken ausgewrungen und der Regen ausgepisst, sah man schon bald den Berg, dann das potenzielle Ziel und der Himmel wurde heller. Von da an ging’s nur noch aufwärts. Zuerst beim Wetter, anschliessend am Berg.
Steil und rasch höhengewinnend (gleich rechts neben dem ehemaligen Bergsturzgebiet) hingen wir schon bald in den Ketten, standen auf Kreten, querten Brückchen und liessen damit die Schlüsselstelle hinter uns, welche auch schon das nahe Ziel ankündete. Dabei konnten die Vorderen dank schwindelbereitendem Tiefblick (rein optisch) auf die Hinteren niedersehen. Dass ausgerechnet Bea die Festigkeit der Ketten testen wollte? Natürlich hielten sie. Und Bea blieb auf dem Weg und bei uns.
Oben angekommen herrschte eitel Sonnenschein, wilde Nebelfetzen zu Berg und Tal und ein wunderschönes Herbstlicht. Trotzdem zog es die Gruppe nach kurzem Halt an der Tschinglen-Feuerstellen vorbei zur Tschinglenwirtschaft, wo Kalorien aufmunitioniert wurden, alles in der herrlichen Umgebung unter dem berühmten Loch im Berg. Blieb noch der Abstieg entlang dieser schönen tiefen Schlucht, der aber ob der Gewöhnung beim Aufstieg kaum mehr Vertigo auslöste.
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