Am 4. September wurden an der Gewerblich-Industriellen Berufsfachschule (GIBGL) in Ziegelbrücke die prämierten Vertiefungsarbeiten präsentiert und die interdisziplinären Arbeiten prämiert. Vom Schoko-CNC bis zum Blockchain-Staat.
Die Absolventinnen und Absolventen der Berufsmaturität in Technik, Architektur und Life Sciences (kurz: TALS) sind so etwas wie Daniel oder Daniela Düsentrieb für die Zukunft. In Niederurnen präsentierten etwa Jonas Schwizer und David Müller einen magischen Spiegel, wo man – beim Schönmachen – gleichzeitig Zeitung lesen kann. Rona Jaiji hatte mit «Whispers of Change» einen eigenen Podcast über aktuelle, aber wenig besprochene Themen geschaffen und Jan Felber und Dennis Kalcher schufen mit Tokenistan das Modell eines digitalen Staates auf der Basis von Blockchain. Ihr Beitrag zur digitalen Demokratie gewann den 2. Preis. Der 3. Preis ging an ein Projekt aus dem Bereich Gesundheit und Soziales. Joel Meyer und Giulia Sigrist zeigten auf, was der Eingriff künstlicher Darmausgang für die betroffenen Patienten bedeutet. Das Siegerprojekt aber war die CNC-gesteuerte Schokoladendekorationsmaschine, welche Manuel Fanciulli und Navid Zarakani entwickelt hatten. Wer weiss, wie bald die in Serie geht. Stolz konnte Matthias Amiet, Leiter BM und Fachschaft ABU, die entsprechenden Geldpreise den Gewinnenden überreichen.
200-mal vertieft
Bereits im Allgemeinbildenden Unterricht (ABU) der beruflichen Grundbildung erstellen die Lernenden ihre Vertiefungsarbeiten. Von insgesamt zweihundert Arbeiten waren sechs Arbeiten ebenfalls prämiert worden, darunter der Smart Garden von Carlo Zgraggen, die Arbeit von Elias Kofler über Bitcoin und Kryptowährungen sowie die Untersuchung von Amy Künzle über Social Media und deren Auswirkungen auf Jugendliche. Schreiner Tim Zweifel hatte seine Skis hergestellt, Coiffeuse Angelina Hofer hatte im Stil von Monet gemalt und Mia Rüesch hatte über den Schlaf geforscht. Unter dem Titel «Am Rande der Gesellschaft» hatte Alina Mannhart ein eigenes Kinderbuch verfasst und den Erlös von 739 Franken an die Sozialwerke Pfarrer Sieber gespendet. Eltern und Angehörige sowie die Vertreter der Schule informierten sich bei einem Apéro über die Projekte, welche vor allem zeigen: Glarnerland bildet aus – und zwar vielfältig und interessant.
FJ


