Am Samstag, 13., und Sonntag, 14. September, öffnen sich unter dem Titel «Architekturgeschichten» schweizweit die Türen zu mehr als 400 einzigartigen Kulturorten. Es warten exklusive Einblicke in die Entstehung, Pflege und Weiterentwicklung des baukulturellen Erbes. Im Kanton Glarus finden vier Veranstaltungen statt.
Die Europäischen Tage des Denkmals präsentieren «Architekturgeschichten» von Menschen und den Gebäuden, in denen sie leben, arbeiten und die sie gestalten. Im Zentrum stehen persönliche Erzählungen und überraschende Perspektiven auf einzigartige Bauwerke, historische Ortsbilder, archäologische Funde oder ehemalige Industriebauten. Der Blick zurück eröffnet zugleich den in die Zukunft: Wie verändert sich der Umgang mit unserem baulichen Erbe angesichts von Klimawandel, Digitalisierung, Wohnraummangel oder gesellschaftlichem Wandel? Wie wandelt sich unser Verständnis für Denkmalschutz? Die Vielfalt der Architekturgeschichten zeigt auf, dass sich der Denkmalwert laufend transformiert und mitunter durch das architektonische Erbe von Minderheiten, Randgruppen und Menschen ohne Lobby erweitert wird. Lokal thematisieren dies die Beiträge des Heimatschutzes, des Landesplattenbergs, des Freulerpalastes und des Anna Göldi Museums. Weitere Informationen zu den Europäischen Tagen des Denkmals sind auf der Website kulturerbe-entdecken.ch publiziert.
Vier Glarner Veranstaltungen
1. Glarner Heimatschutz, Sonntag, 14. September: 15.00 bis 17.15 Uhr, Bühlacker 2, Ennenda.
Lange Zeit stand die ehemalige Mühle am Dorfbach in Ennenda leer. Dem einst stattlichen, zweigeschossigen Gebäude, errichtet im Jahr 1597, wurde stark zugesetzt. Im Rahmen der jüngsten Restaurierungs- und Umbauarbeiten wurde es aus seinem Dornröschenschlaf geweckt und einer neuen Nutzung zugeführt. Der Glarner Heimatschutz zeigt die auferstandene Mühle an einer Führung.
2. Landesplattenberg, Sonntag, 14. September: 10.00 bis 12.30 Uhr, Pavillon Hinterdorf Engi.
In den Katakomben des ehemaligen Schieferwerks vermengen sich Kindheitserinnerungen an erste Schreibversuche mit einer schweizweit einzigartigen Export- und Arbeiterinnengeschichte.
3. Museum des Landes Glarus, Sonntag, 14 September: 14.00 bis 15.30, Freulerpalast Näfels.
Von einer anderen Erinnerungskultur und Gesellschaftsschicht zeugen die repräsentativen Schloss- und Palastbauten des 17. Jahrhunderts, durch welche der Freulerpalast führt.
4. Anna Göldi Museum, Samstag, 13. und Sonntag, 14. September: 13.30 bis 18.00 Uhr, Fabrikstrasse 9, Ennenda.
Das Anna Göldi Museum stellt mit seinem Beitrag die heutigen Museumsräumlichkeiten ins Zentrum, welche von der Wiederverwendung eines baulichen Stücks Glarner Industriegeschichte erzählen.


