Flying Schokostier

Grübel, grübel. Wie kommt der Stier wohl aufs Gras? (Foto: FJ)

Am Mittwochabend, 27. August, machte sich der originalgrosse und originalschwere Schokoladenstier, den Chocolatier Elias Läderach im Mai den Medien präsentiert hatte, auf seinen Weg von Bilten zum Flugplatz Mollis auf die Sommerweite. Die letzten zehn Meter tat er das sogar im Flug.

Seit dem Alpaufzug per Heli im Sommer 2020 sind fliegende Kühe im Glarnerland nichts Ungewöhnliches mehr, allerdings würde man auch den Stier normalerweise zu Fuss auf die Wiese bringen. Wenn der Stier aber aus Schokolade ist und eine Tonne wiegt, ist der Transport eine Herausforderung – insbesondere bei Sommertemperaturen, wo so ein Schokoladestier schnell einmal flüssig werden könnte. Damit das schöne Schaustück also auf die Wiese zwischen dem Läderach- und dem Suzuki-Pavillon kommen konnte, brauchte es zuerst einmal einen nicht zu heissen Tag und Kühllogistik. Beides stand am Mittwochabend bereit, knifflig waren dabei aber insbesondere die letzten zehn Schritte des Schokoladekolosses. Denn um die Weide zu schonen, konnte er nicht einfach per Pneubagger an die Endposition gehievt werden. Also bekam die Heli-Linth, sie ist ja am Flugplatz stationiert, einen kurzen, aber heftig gefilmten Transportauftrag: Einmal Stier fliegen, bitte! Zwar hatte sich das Ganze etwas verzögert, wahrscheinlich war ein Bekennerschreiben der Marmelademopser eingegangen und diese hatten erst dingfest gemacht werden müssen, aber dann konnten die Flughelfenden die Seile befestigen und das Tier hob ab. Nun wird der Stier, den sie intern genderneutral «Moni» nennen, für die Zeit des ESAF die 300000 erwarteten Gäste in Verzücken versetzen, bevor er weiterverwendet wird. Da seine Vorlage in den Kühen von Trauffer zu suchen ist, könnte es gut sein, dass er dereinst in der Trauffer Erlebniswelt in Brienz zum Publikumsmagnet wird, sonst könnten daraus – nach dem Einschmelzen – weitere Schokoladeplastiken entstehen.
FJ

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