Zwei Ärztinnen fürs Bergdorf

Dr. med. Leo Fürer (rechts) war über vier Jahrzehnte für die Menschen von Amden da. (Foto: Gabi Corvi)

Der vergangene Freitag markierte für Amden eine doppelte Freude: Mit einer ungezwungenen Begehung wurde die neue Hausarztpraxis «Weitblick» eröffnet und gleichzeitig Dr. med. Leo Fürer für sein jahrzehntelanges Wirken geehrt. Der langjährige Dorfarzt erhielt das Ehrenbürgerrecht – und bekam darüber hinaus (s)einen Weg geschenkt.

Die Bevölkerung war zahlreich erschienen, um die modernisierten Räumlichkeiten zu besichtigen und dem Anlass beizuwohnen. Unter den Gästen befand sich auch die Leitung des Kantonsspitals Glarus: Chefarzt Thomas Brack, CEO Stefanie Hackethal und Maren Hoppe, Direktion und Stab. Sie hatten zusammen mit dem Ammler Gemeinderat entscheidend daran mitgewirkt, dass die hausärztliche Versorgung im Dorf nicht abbricht. Nach intensiver Suche konnte eine Lösung mit den Ärztinnen Nicole Schneeberger und Rahel Dlamini Meier gefunden werden, die sich nun im Jobsharing die Verantwortung teilen. Brack betonte in seiner Ansprache die Bedeutung einer wohnortnahen medizinischen Versorgung und freute sich über das Herzblut der erfahrenen Ärztinnen an ihrem neuen Wirkungsort. Gemeinderat Florian Frei sprach von einem Glücksfall und absoluten Mehrwert für das Dorf.

Rombachweg wird zum Leo-Fürer-Weg
Der festliche Teil der Feier folgte beim alten Feuerwehrdepot. Gemeindepräsident Peter Remek und Ortsgemeindepräsident Benjamin Gmür zeichneten Leo Fürer aus, der über vier Jahrzehnte für die Menschen von Amden da war – als Hausarzt, aber ebenso als Zuhörer. Gmür würdigte seine Haltung, stets den einzelnen Menschen ins Zentrum gestellt zu haben, unabhängig von Wartezeiten oder Termindruck. Remeks launige Laudatio wurde von Anekdoten aus Fürers Jugend begleitet. Schmunzeln und Applaus begleiteten die Worte. Zum Schluss folgte eine besondere Überraschung: Der Rombachweg trägt nun den Namen «Leo-Fürer-Weg»! Sichtlich bewegt nahm der frischgebackene Ehrenbürger das neue Strassenschild entgegen – ein Symbol für seine bleibende Spur im Dorf.

Gabi Corvi

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