Zwei Jahre nach dem Ereignis

Zwei Jahre nach dem Murgang in Schwanden: Der Schutzdamm steht und das Gelände wurde weitgehend wiederhergestellt und rekultiviert. (Foto: Markus Jud)

Am 23. August jährt sich das verhee­rende Naturereignis Wagenrunse in Schwanden zum zweiten Mal. Die Gemeinde Glarus Süd informiert über den Stand der Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten, die abgeschlossenen Schutzmassnahmen und den Ausblick auf die letzten Etappen des Projekts.

Das zentrale Schutzbauwerk, der Murgangablagerungsplatz mit grossem Schutzdamm und das Ausleitbauwerk in den Sernf sind weitgehend fertiggestellt. Gleichzeitig konnte die Umlegung der Herrenstrasse mitsamt den Werkleitungen planmässig abgeschlossen werden. Ebenfalls erfolgte die Ansaat des Damms, die eine rasche Durchwurzelung und Begrünung der Fläche gewährleisten soll. Im Herbst folgt die Pflanzung von Sträuchern nach dem Konzept des Ökologiebüros.

Gebäuderückbau im Rutschgebiet abgeschlossen
Die Rückbauarbeiten der drei Liegenschaften am Berg mit insgesamt vier Gebäuden im Rutschgebiet Wagenrunse sind abgeschlossen, ebenso wie ein wesentlicher Teil der Umsiedlungs- und Landumlegungsarbeiten. Im Quartier Plattenau starten im September die Werkleitungserneuerungen. Parallel dazu treibt der Quartierverein gemeinsam mit der Hochschule Ost ein Projekt zur Aufwertung des Strassenraums ­voran.

Kostenkontrolle im grünen Bereich
Die Gesamtkosten für das Naturereignis Wagenrunse und die Folgemassnahmen liegen aktuell bei rund 17 Mio. Franken. Nicht enthalten sind die Kosten für die Neuerschliessung in das Niderental, über deren Projektkredit die Herbstgemeindeversammlung 2025 entscheiden wird. Der grösste Posten entfällt auf den Teilkredit 3 «Massnahmen Schadensgebiet» mit einer aktuellen Endkostenprognose von 12,5 Mio. Franken. Darin sind unter anderem der Bau des Schutzdamms, die Umlegung der Herrenstrasse und umfangreiche Werkleitungsarbeiten enthalten. Die Finanzierung erfolgt zu einem grossen Teil über Beiträge von Bund und Kanton im Rahmen der Naturgefah­ren­prävention. Die Gemeinde trägt einen Eigenanteil, der teilweise durch Versicherungsleistungen und Unterstützung aus Stiftungen gedeckt wird. 

pd.

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