Neben dem OK und vielen Profis und freiwilligen Helfenden sind auch Militär und Zivilschutz für das ESAF im Einsatz, beim Tribünenbau einerseits, vor allem aber bei der Erstellung der drei Brücken über die Linth. Hier kommen die Spezialisten vom Bereitschaftsbataillon der Katastrophenhilfe zum Einsatz und liefern präzise und termingenaue Arbeit ab.
Oberst Sébastien Neuhaus und das Kata Hi Ber Bat sind im Glarnerland keine Unbekannten. Schliesslich erstellten sie damals in Schwanden die Brücke über den Sernf ins Quartier Herren, als dieses im Herbst 2023 wegen der Rutschung Wagenrunse nicht zu erreichen war. Am ESAF arbeiten sie aus einem erfreulicheren Grund – sie erstellen die drei Brücken, über die das «Fussvolk» vom Bahnhof Näfels-Mollis her und von den Campingplätzen das Festgelände erreicht. 40 Tonnen könnten die beiden Mabey-Brücken neben dem Spinnereisteg Mollis jeweils tragen, damit wird sichergestellt, dass auch bei grossem Besucherandrang alles «läuft».
Am 8. August hatte Oberstleutnant Patrick Schrepfer vom OK die Presse eingeladen, um ihr die Arbeiten der Armee zugunsten des ESAF näherzubringen. An der Einbaustelle sprachen neben Neuhaus und Schrepfer Regierungsrat Christian Marti, Departement Sicherheit und Justiz, Divisionär Willy Brülisauer, Kdt Territorialdivision 4, sowie Thomas Rageth und Urs Bachmann vonseiten des ESAF. Diese lobten insbesondere die reibungslose und termingerechte Zusammenarbeit mit den Kräften von Armee und Zivilschutz. Auch die 20 Spezialisten – 15 Sappeure und 5 Fahrer – waren dabei, sie hatten die erste Mabey-Brücke bereits über die Linth geschoben und arbeiteten gerade an der zweiten Brücke. Es folgt später noch die etwas kürzere Unterstützungsbrücke, welche den Campingplatz direkt mit der Arena verbindet. Einig war man sich, dass die Arbeitsstunden von Armee und Zivilschutz bei diesem «Jahrhundertereignis für die Region» sinnvoll und richtig eingesetzt sind. Er habe, so Brülisauer, 30 bis 40 Anfragen für Einsätze auf dem Tisch. Zwar verschiebe sich der Akzent des Armeeauftrages derzeit etwas weg von der Unterstützung, trotzdem leisteten Armee und Zivilschutz 8800 Diensttage fürs ESAF, sowohl im Kernauftrag der Truppe als auch zur Unterstützung. Er zeigte sich überzeugt, dass dieser Event und der Einsatz der Armee in guter Erinnerung bleiben werden. Namens der Regierung bedankte sich Militärdirektor Christian Marti für den Beitrag der Armee an diesen Anlass, der rund 350 000 Gäste ins Glarnerland bringen werde. Oberst Neuhaus sowie die Brückeningenieure Remo Kamber und Michael Laager gaben detailliert Auskunft zum Brückensystem, das bereits bei 62 Armeen der Welt im Einsatz ist und in der Schweiz seit 2005 unschätzbare Dienste leistet, weil die Brücke 60 Meter ohne Pfeiler überspannen kann. Weiter sind Kräfte von Armee und Zivilschutz auch beim Aufbau der Tribüne, der weiteren Werke und während des Festes beim Sanitätsdienst und beim Verkehr im Einsatz.
FJ


