Gute Ausgangslage dank Kranzgewinn

Mario Tschudi ist stolz auf seinen zweiten Kranzgewinn. (Foto: Taria Hösli)

Dem Ennendaner Mario Tschudi gelang am Appenzeller Kantonalschwingfest in Gais eine kleine Sensation. Er konnte nach dem ersten Kranzgewinn in seiner Karriere am diesjährigen Glarner Bündner nachdoppeln und diesen am letzten Sonntag erfolgreich bestätigen.

Tschudi startete mit einer Maximalnote gegen den Appenzeller Marcel Mösli fulminant in den Tag. Gegen den Appenzeller Eidgenossen Martin Roth musste er in Anschluss eine Niederlage einstecken, was ihn aber nicht aus seinem Konzept brachte. «Das vermehrt besuchte Mentaltraining in dieser Saison unterstützte mich dabei, gegen einen Gegner mit Eidgenossenstatus zu schwingen, wie mit anderen Gegnern auch.» Seiner Meinung nach verkrampfte er sich beim anfänglichen gegenseitigen Abtasten vielleicht ein bisschen zu fest, und konnte dann die Spannung beim weiteren Zusammengreifen nicht mehr halten. Mit zwei weiteren Maximalnoten gegen Lorenz Dobler und Florian Giger preschte er vor der Mittagspause auf Rang drei vor. Gegen den unerwarteten Knietätsch des Appenzellers Andrin ­Poltera hatte Tschudi keine Chance und kassierte eine rasche Niederlage. «Dieser schnelle Taucher hat mich wenigstens keine Kraft gekostet», schmunzelte Tschudi gleich nach dem Gang. Gegen den jungen Sandro Fitze fackelte der Ennendaner dann nicht lange und sicherte sich mit diesem Sieg im Rang 6e das begehrte Eichenlaub.Mit dem Gewinn des zweiten Saisonkranzes hat Mario sein persönliches Ziel in dieser Saison bereits erreicht. «Alles, was jetzt noch kommt, ist Zugabe.» Mit seiner Leistung hat er sich in eine gute Position gebracht, wenn es im August um die Selektionen für den Höhepunkt, dem ESAF im Glarnerland geht. 

Chancen nicht genutzt
Nicht gelungen ist dies Christian ­Pianta und Patrik Schiesser. Sie beide haben sich am Glarner ebenfalls einen Kranz erkämpft und erhofften sich, in Gais ein weiteres Mal vor die Ehrendamen treten zu können. Schiesser stellte zum Auftakt mit dem St. Galler Cédric Lenherr. Anschliessend reihte er drei Siege in Folge aneinander, dies gegen Lukas Lauchenauer, Werner Keller und Jano Müller, ehe er mit dem Appenzeller Teilverbandskranzer, Thomas Kuster nochmals stellen musste. Seine Kranzchancen vergab er im sechsten Gang mit der Niederlage gegen den Zürcher Benjamin Nock und kam auf Rang 11a zu stehen. ­Pianta musste bereits im Anschwingen eine Niederlage gegen Fabian Ulmann einstecken. Der Sieg gegen Martin Stauffacher und eine weitere Niederlage gegen den Appenzeller Roman Wittenwiler bedeuteten, dass für einen Kranzgewinn wichtige Siege folgen mussten. Im vierten und fünften Gang gegen Köbi Jäger und Livio Büchler gelangen diese auch. Im sechsten Gang jedoch machte der St. Galler, Andreas Niederer, dem Metzgermeister einen Strich durch die Rechnung und bettete diesen rückwärts ins Sägemehl. Pianta beendete das Fest im Rang 12e.

Dem Näfelser Reto Landolt fehlte im Appenzellerland das nötige Festglück. Mit je zwei Siegen, zwei Gestellten und zwei Niederlagen reihte er sich im Rang 16c ein. Für ihn rückt eine mögliche Teilnahme am ESAF in weite Ferne.

Einen persönlichen Tiefschlag musste der frisch diplomierte Forstwart, ­Pirmin Tschudi, verkraften. Er kugelte sich im zweiten Gang die Schulter aus und musste sich im Spital ­behandeln lassen. Anschliessend konnte er das Fest glücklicherweise von den Zuschauerrängen aus mitverfolgen und sich über den Kranzgewinn seines Cousins freuen. l

Taria Hösli

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