Am 27. Juni wurden sechs erfolgreiche Forstberufsabsolventen gefeiert. Drei Forstwarte, zwei Forstmaschinenführer und ein Seilkraneinsatzleiter schlossen in den drei Glarner Gemeinden ihre erfolgreichen Ausbildungen ab.
Mathias Vögeli, Präsident von Wald Glarnerland, durfte im Restaurant Müli politische Vertreter, Fachorgane von Gemeinden und Kanton sowie die Familienangehörigen, Lehrlingsausbildner und Experten begrüssen. «Dass wir in unseren Tälern leben und arbeiten dürfen, dazu trägt der Wald sehr viel bei», bestärkt er die jungen Berufsleute zu ihrer Berufswahl. «Es braucht mehr als zwei Generationen, um einen Wald zu pflegen; ein kaputter Wald kann nicht einfach so ersetzt werden, es braucht Jahre der Pflege und Aufbauarbeit», hebt Vögeli die Wichtigkeit des Waldes und der damit verbundenen Forstberufe hervor. «In unseren Tälern gibt es viel mehr Schutz- als Nutzwald», führt er weiter aus und betont die Wichtigkeit der gezielten Nutzung und Verjüngung. Die Herausforderungen durch die Erwärmung machen auch beim Wald nicht Halt und führen vermehrt zu Problemen wie Borkenkäfer, Eschensterben und zu Überlegungen, andere Nebenbaumarten anzupflanzen, die das Klima standhaft ertragen. «Hier Schritt zu halten, ist für euch, die im Forst arbeiten, eine enorme Herausforderung. Ihr habt eine grosse Verantwortung und tragt massgeblich dazu bei, dass wir einen gesunden Wald haben, der auch in Zukunft bestehen kann», so Vögeli.
Gemeindepräsident Hans Rudolf Forrer überbrachte Gratulationen und Grussworte bevor Kantonsoberförster Maurus Frei den erst vor sechzig Jahren an der Expo 64 ins Leben gerufene Beruf Forstwart als fundierte Ausbildung mit attraktiven Weiterbildungsmöglichkeiten benennt.
«Bleibt bei uns, bei den Hölzigen», ermuntert Mathias Vögeli die jungen Männer, bevor er die Urkunden und Gaben an die drei Forstwarte Pirmin Tschudi, Flurin Schlegel und Elias Dürst überreicht. Für erfolgreich absolvierte Weiterbildungen zu Forstmaschinenführer wurden Claudio Mani und Julian Muri geehrt, und mit Martin Hösli konnte gar ein neu ausgebildeter Seilkraneinsatzleiter geehrt werden.
Barbara Bäuerle-Rhyner


