Dynamisch-stabil

Römisch inspiriert: Die GV des AGVS. (Foto: FJ)

Am Donnerstagabend, 15. Mai, trafen sich die Mitglieder der Sektion Glarus des Autogewerbeverbandes der Schweiz AGVS im Römerturm in Filzbach zur Generalversammlung.

Man hält sich erfrischend kurz beim Autogewerbe und pflegt ein gutes Netzwerk – sowohl zum Strassenverkehrsamt wie auch zu den Zulieferern, zum Schweizer Verband – vertreten durch Monique Baldinger – und zu den Vertretern der Berufsschule GIBGL, unter ihnen Karl Gmür, Instruktor der überbetrieblichen Kurse. Damit schaffen die Verantwortlichen des Vorstandes Stabilität in einem dynamischen Umfeld. Schon die wenigen Kennzahlen, die Koller präsentiert, beweisen, wie herausfordernd das Gewerbe mit den Fahrzeugen geworden ist. Zwar ist der Anteil der Direktimporte mit 4,3 Prozent stabil, doch hatten die Neuzulassungen Stand April 2025 um 7,6 Prozent abgenommen – das bedeutet, das Volumen schrumpft insgesamt. Innerhalb der Fahrzeugkategorien verschiebt sich einiges: 4x4 ist mit 50 Prozent bei den Neuzulassungen nach wie vor sehr gefragt bei Herr und Frau Schweizer, Diesel dagegen verschwindet. 7,6 Prozent ist heute der Marktanteil bei den neu zugelassenen PKW, 2019 waren es noch 28 Prozent. Inzwischen ist fast jede fünfte PKW-Neuzulassung ein Elektroauto, alle alternative Antriebe machen bei den Neuzulassungen 67 Prozent aus (mehr als zwei Drittel), ein sattes Plus von 8 Prozent gegenüber 2024. In diesem Umfeld gelte es, sich an die kartellrechtlichen Spielregeln zu halten und insbesondere alle Serviceleistungen zu verrechnen. Mit der Pensionierung von Karl Gmür sei man auf der Suche nach einem neuen ÜK-Leiter Automobiltechnik und man werde neu – wie die anderen Sektionen – einen Mitgliederbeitrag erheben. Alle Informationen auf agvs-gl.ch und autoberufe.ch.

Erfolgreich
Karl Flammer verwies auf die erfolgreichen Lehrabschlussprüfungen 2024, auf die Berufsmesse LEBeN, wo man mitorganisierte und mit dem Stand 1000 Jugendliche erreichte, und auf die Garagissimo 2025, wo man dem Glarnerland die Neuheiten präsentieren konnte. Die Resultate des Qualifikationsverfahrens – mit 149 Lernenden war hier ein leichter Anstieg zu verzeichnen – sind erfreulich, wichtig sind die spezifischen Eignungstests, ohne die keine Lehrverträge abgeschlossen werden. Karl Gmür liess seine 18 Jahre Revue passieren und verwies auf den rasanten Wandel in der Ausbildung der Lernenden. So werde heute sehr handlungsorientiert gearbeitet und es sind auch elektronische Hilfsmittel erlaubt. Insgesamt habe er im Qualifikationsverfahren 676 Kandidierende geprüft, seit 2021 zusammen mit Fabian ­Zweifel. Danach wurden Rechnung und Budget präsentiert und verabschiedet. Zusammen mit iBW prüft man einen Weiterbildungskurs in Ziegelbrücke – und auch 2026 wird es wieder eine Garagissimo geben, am 21./22. März. Ernst Frischknecht, Mollis, Patrik ­Eicher, Mollis und Ralph Müller, Schwanden werden die Sektion als Delegierte vertreten. Nachher schritt man zum Apéro und zum Nachtessen mit Aussicht über den Walensee.

FJ

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