Abbruch und Dammbau

Verschüttete Häuserzeile in Schwanden. (Foto: Ruedi Kuchen)

Laut Ruedi Stüssi, Leiter Naturgefahren­kommission, könnten weitere 45 000 Kubikmeter Geröll ins Tal rutschen. Der Zutritt zu den vom Abbruch betroffenen Häusern – um dort persön­liche Gegenstände zu holen – könne nur dann gewährt werden, wenn diese nicht einzustürzen drohen, so Stüssi. Am letzten Donnerstag konnten Bewohnende bei einer verschütteten Hausreihe, wo nur die oberen Geschosse aus dem Schlamm ragen, durch die Fenster in die freiliegenden Zimmer gelangen, um Persönliches mitzunehmen.

Bereits wurde auch mit Abrissarbeiten und dem Bau eines Schutzdammes begonnen. Zwar haben Bund und Kanton dazu noch nicht Stellung genommen, doch die Verantwortlichen stützen sich für diese Arbeiten auf das Polizeigesetz, welches den Schutz der Bevölkerung vorschreibt. Bis die Bewilligungen vorliegen, dürfen aber erst Rohbauten erstellt werden. Die Gemeinde erhofft sich Subventionen von 70 bis 80 Prozent der Gesamtkosten durch Bund und Kanton – wie hoch diese tatsächlich sein werden, steht noch nicht fest. Der Kredit für Abriss und Dammbau kommt Mitte Juni vor die Gemeindeversammlung Glarus Süd. Das Material für den Schutzdamm wird oberhalb des verschütteten Gebietes entnommen, dort wird auch Schlamm abgelagert. Zuerst wird ein Auffangbecken für das Geröll geschaffen, welches abzustürzen droht. Bis im Spätherbst soll auch der sechs bis acht Meter hohe Schutzdamm gebaut sein. Die Bergstrasse wird hinter den Damm verlegt, auch die Häuser sollen bis im Herbst abgebrochen sein. l

Zur Bildergalerie: (Fotos: Ruedi Kuchen)

red.

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