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Wer ein Occasionsauto kaufen möchte, sollte vorher eine Überprüfung bei einem AGVS-Garagisten durchführen lassen. (Foto: © iStock)

Gebrauchtwagen sind derzeit sehr gefragt. Doch wie erkennen Automobilis­tinnen und Automobilisten, dass das Fahrzeug keine versteckten Mängel aufweist? Die Garagisten des Auto Gewerbe Verbandes Schweiz (AGVS) geben Tipps, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Mit dem neuen Jahr geht oft auch der Wunsch nach einer Veränderung überein – zum Beispiel, indem man seinem Bedürfnis nach individueller Mobilität gerecht wird und ein Auto kauft. Wenn es kein Neues sein soll, dann sind Gebrauchtwagen ideal. Beim Occasionskauf gilt es jedoch, auf verschiedene Dinge achtzugeben. «Wichtige Kriterien stellen das Alter beziehungsweise die erste Inverkehr­setzung des Fahrzeugs sowie der Kilometerstand und die Ausstattungsvariante dar», erklärt Markus Peter, beim AGVS verantwortlich für Technik & Umwelt. Diese Informationen erlauben Automobilistinnen und Automobilisten, Angebote ähnlicher Modelle miteinander zu vergleichen. «Allerdings sagen die Kriterien nichts über den Zustand des Occasions­wagens aus oder die Art und Weise, wie das Auto benutzt wurde.» Etwa, ob der Besitzer vor allem im Stadtverkehr oder auf der Autobahn unterwegs war. Um an Informationen über den technischen Zustand des Autos zu gelangen, lohnt es sich, eine Überprüfung bei einem AGVS-Garagisten oder bei anderen unabhängigen Prüfstellen durchführen zu lassen. «Die Experten untersuchen das Fahrzeug und erkennen Mängel, die dem Laien nicht ersichtlich sind.» Dazu gehören Schäden an Karosserie und Unter­boden, an Motor und Getriebe, an Bremsen, Rädern, Radaufhängung oder Lenkung.

Sicherheit beim Gebrauchtwagenkauf geben auch sogenannte Qualitätssiegel wie beispielsweise die Occasionsgarantie «AGVS-Garantie by Quality1 AG», die dem Automobilisten einheitliche, klare und transparente Garantiebedingungen bietet. «Auch Markenhändler selbst verfügen immer mehr über eigene Qualitätssiegel. Solche Auszeichnungen bewahren Käufer vor bösen Überraschungen», so Peter.

Der Hinweis «ab MFK», der oft zu finden ist, sei zwar eine Bestätigung, dass das Fahrzeug verkehrs- und betriebssicher ist, sage aber zum Beispiel nur sehr wenig über den Zustand des Motors oder die Antriebsbatterie von Elektro- und Hybridfahrzeugen aus.

Vor dem Kauf rät der AGVS-Experte zu einer Probefahrt. Dabei können Automobilistinnen und Automobi­listen auch gleich das Interieur unter die Lupe nehmen und die Abnutzung von Fahrersitz, Pedal-Profil, Schalthebel und Lenkrad kontrollieren. Auch der Blick ins Serviceheft ist dringend zu empfehlen. «Am besten kontrolliert man die verschiedenen Einträge und prüft, ob sie plausibel sind.» Ausserdem sollten sich Automobilisten insbesondere bei älteren Fahrzeugen nach anstehenden Arbeiten erkundigen, denn je nach Kilometerstand und Alter sind kostspielige Wartungsarbeiten notwendig. Wird mit einem Elektro- oder Hybrid­fahrzeug geliebäugelt, ist der «Gesundheitszustand» der Antriebsbatterie das bedeutendste Kriterium. «Wie viel Kapazität ist noch vorhanden? Gibt es Einbussen beim maximalen Stromfluss, zum Beispiel aufgrund einer beschädigten Batteriezelle? Das sind Fragen, die zu klären sind.»

Ob alternative Antriebe oder klassische Verbrennungsmotoren: Beim Occasionskauf ist wichtig, zu wissen, dass es verschiedene Laufzeiten und Deckungsumfänge der Hersteller­garantien gibt. «Automobilisten sollten sich über die Laufzeit und den Umfang der Herstellergarantie informieren. In der Regel startet diese mit der ersten Inverkehrsetzung des Autos», erklärt Peter. Das sei auch dann der Fall, wenn das Fahrzeug bereits einmal im Ausland pro forma zugelassen und dann einige Monate später in die Schweiz importiert wurde. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft einen Gebrauchtwagen bei einem AGVS-Garagisten.

pd.

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