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Das Erdbeben mit Epizentrum in Elm. (Bild: ETH Zürich)

Am Sonntag, 25. Oktober, zitterte die Erde im Glarnerland. Beim Epizentrum in Elm wurden mehrere Beben mit einer Magnitude bis zu 4.4 auf der Richterskala gemessen.

Das stärkste Beben ereignete sich um 20.35 Uhr. Danach folgten mehrere kleinere Nachbeben. Beim Schweizerischen Erdbebendienst (SED) gingen über hundert Verspürtmeldungen ein. Auch beim Notruf der Kantonspolizei Glarus sei das Telefon heissgelaufen. Laut Zeugenaussagen war der Erdstoss auch in umliegenden Glarner Gemeinden spürbar, so auch in Luchsingen oder gar leicht in Näfels. Man berichtete von einem leichten Zittern und daraus folgend von Geräuschen in Dachstühlen und Gläserschränken. Erschütterungen dieser Stärke können kleinere Schäden an Gebäuden anrichten. Das Glarnerland kam aber mit einem blauen Auge davon. Über Schäden ist zum Glück nichts Erwähnenswertes bekannt.

Erdbeben über Magnitude 4 sind in der Schweiz selten. Trotzdem nehmen die Ereignisse in der Schweiz zu. 2019 war bisher das erdbebenreichste Jahr seit Beginn der modernen Erdbebenmessungen in den 1970er-Jahren. Das hängt aber laut ETH Zürich auch damit zusammen, dass man das Messnetz in der Schweiz in den vergangenen Jahren ausbaute. So werden mehr Erdbeben aufgezeichnet als früher. Das stärkste Beben in den letzten zehn Jahren ereignete sich 2017 ganz in der Nähe. Unter dem Urnerboden zitterte der Boden mit einer Magnitude von 4.6. Damals entstanden sogar kleinere Gebäudeschäden.

Die Naturereignisse sind die Folge von Massenverschiebungen. Diese können unter anderem durch Verschiebungen der tektonischen Platten, Einsturz unterirdischer Hohlräume oder auch Bergstürze verursacht werden. Was der Grund für das Beben in Glarus war, ist nicht bekannt. Obwohl zwei starke Erdbeben der letzten Jahre im Glarnerland und der Umgebung stattfanden, wird die Gefährdung in der Region nicht als drastisch eingestuft.

fl.

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