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Das heutige Abbaugebiet stellt die Ressourcen für die Weisskalkherstellung nur noch wenige Jahre sicher. Im Bild ein Weisskalk-Bahnverlad der KFN. (Foto: zvg)

Die Kalkfabrik Netstal (KFN) hat das Zustandekommen des Referendums gegen ihre Überbauungspläne «Elggis Süd» und «Gründen» zur Kenntnis genommen. Das Unternehmen hält an seinen Plänen fest und lehnt die Forderungen der Beschwerdeführer ab. Die KFN bedauert, dass die Gegner ihre Unterschriften auf Basis unwahrer Behauptungen sammelten.

Das Erweiterungsprojekt für Gründen und Elggis Süd ist seit 2013 in Planung und erhielt bereits am 23. Oktober 2018 vom Departement Bau und Umwelt die Genehmigung für die Zonenplanung. Die neuen Kalksteinvorkommen sichern die Betriebstätigkeit der KFN mit rund 50 Arbeitsplätzen für 40 bis 50 Jahre. Gegen die Überbauungspläne hatten Projekt-Gegner, welche auch aus dem Umfeld der Klimabewegung stammen, das fakultative Referendum ergriffen.

«Wir akzeptieren, dass die Initianten vom demokratischen Recht Gebrauch machen. Was uns ärgert, ist, dass die Unterschriften auf der Basis belegbar falscher Behauptungen zustande kamen», sagt Heinz Marti, Präsident und VR-Delegierter der KFN. Die Gegner des Projektes hätten u.a. mit fiktiven Visualisierungen die Eingriffe in die Natur angeprangert, sie stellten die KFN fälschlicherweise als grössten CO2-Emittenten im Kanton dar und operierten mit falschen Zahlen für Abbaufläche, Abbaupreis, Produktionsmenge und Projekt-Zeithorizont. «Es ist an uns, bis zur Gemeindeversammlung die Bevölkerung über die Fakten aufzuklären», kündigt Marti an. Die KFN baut seit 1900 am Elggis Kalkstein ab. Die Herstellung von Weisskalk, Kies- und Schotterprodukten sind die Standbeine der Firma. Gemäss neuster Erhebung sichert das heutige Abbaugebiet den Rohstoffbedarf zur Weisskalkherstellung nur noch für wenige Jahre. Der Fortbestand der «Chalchi» und ihrer Arbeitsplätze im Glarnerland hängt von der Erschliessung zusätzlicher Ressourcen in den Gebieten Elggis Süd und Gründen ab.

pd.

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