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Referent Philipp Langlotz gab persönliche Einblicke in die Zeit des «Lockdown». (Foto: jhuber)

An der 1.-August-Feier der Gemeinde Glarus im Güterschuppen gab Referent Philipp Langlotz persönliche Einblicke in die Zeit während des «Lockdown».

Gerade in der aktuellen Zeit mit dem Coronavirus und den Sicherheits­massnahmen, sei der Referent an der 1.-August-Feier der Gemeinde Glarus, Philipp Langlotz, besonders stolz, Schweizer zu sein. «In dieser Zeit der Unsicherheit war es doch beruhigend, in einer funktionierenden Gesellschaft und einem funktionierenden Staat zu leben.» Der Anwalt und Familienvater gab hier im Güterschuppen Einblicke, wie er die Zeit während des «Lockdown» erlebt hat und was er daraus mitnehmen möchte. «Dieses kleine Virus hat gezeigt, wie verwundbar wir eigentlich sind.» Ausserdem habe es aufgedeckt, wie wenig wir als Einzelne unter Kontrolle haben, obwohl wir uns das gerne einredeten. «Egal ob Beruf, Partnerschaft oder Familie, es könnte immer etwas passieren und nur wenig ist sicher und gewiss.» Dieser Kontrollverlust kann Ängste auslösen, man könne es aber auch als Befreiung ansehen, nicht alles unter Kontrolle haben zu müssen. Auf der anderen Seite sei es eine Verletzlichkeit, die man nicht alleine erlebe. «In Gesprächen habe ich erlebt, wenn ich meine Angst und Unsicherheit offen anspreche, dass mein Gegenüber dies meistens auch zugegeben hat.» Dies habe zu einem Austausch auf einer ganz anderen persönlichen Ebene geführt. «Das Virus hat gezeigt, dass es neue Ideen und ein Umdenken braucht. Ich hoffe, dass dies auch bei Themen wie Bildung oder Umgang mit der Natur gemacht wird.»

Ähnliche Gedanken teilte auch Gemeindepräsident Christian Marti. Hier bedankte er sich auch bei der gesamten Bevölkerung, dass gemeinsam die schwere Zeit gemeistert werden konnte. «2020 zeigt uns unsere Grenzen auf. Die Lösung kann aber nicht sein, dass wir uns zurückziehen.» Es gehe nun aber darum, an den gemachten Erfahrungen zu wachsen, denn sehr wahrscheinlich sei die ganze Coronavirus-Situation wohl noch nicht ganz vorbei. Er sei aber sehr froh, dass man zwar in einer kleineren Runde und mit Einhaltung der Sicherheitsmassnahmen dennoch eine Feier in seiner Gemeinde abhalten kann. «Schön dass wir uns wieder treffen können, auch wenn wir Abstand halten müssen.» Umrahmt wurde die Feier mit musikalischen Beiträgen der Harmoniemusik Glarus und von «Stagies», einer Musikgruppe aus der Partnerstadt Wies­baden-Biebrich. Ein Zeichen, dass Freundschaft und Zusammenhalt auch in diesen Zeiten keine (Landes-)Grenzen kennt.

Jürg Huber

 

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