News

Cristina Coronese im Gespräch am Eröffnungstag der neuen Filiale Glarus. (Foto: zvg)

Die GRB Glarner Regionalbank verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 ein gesundes Wachstum – sowohl bei den Kundenausleihungen (+2,1%) als auch bei den Kundengeldern (+3,4%).

Die erneute Zunahme der Kunden­gelder um 17,0 Mio. Franken unterstreicht das Vertrauen, welches die GRB Glarner Regionalbank bei ihren Kundinnen und Kunden geniesst. Das Wachstum der Kundenausleihungen von 11,8 Mio. Franken lag im Rahmen der Erwartungen. Darin enthalten sind auch die Covid-19-Kredite für rund 40 KMUs im Kanton Glarus. Die GRB Glarner Regionalbank konnte so mithelfen, die notwendige Liquidität vieler Betriebe im Glarnerland sicherzustellen.

Starkes Anlagegeschäft
Der Nettoerfolg aus dem Zinsgeschäft sank im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent auf 3,26 Mio. Franken. Zwar konnte der Zinsaufwand überproportional um 7,9 Prozent gesenkt werden. Den weiteren Margenschwund im für die GRB Glarner Regionalbank wichtigsten Geschäftsbereich vermochte dies nicht zu kompensieren. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft hingegen nahm um 24,0 Prozent auf 0,50 Mio. Franken zu. Insbesondere der Ertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft konnte im Vergleich zum Vorjahr mit einer Zunahme von 33,4 Prozent auf 0,27 Mio. Franken deutlich gesteigert werden. Die GRB Glarner Regionalbank profitierte davon, dass ihre Anlagekundinnen und -kunden die tieferen Kurse nach dem «Lockdown» Mitte März für Zukäufe nutzten und sich die Situation an den Börsen danach sehr schnell wieder erholte.

Zuwachs in der Kundenberatung
Mit Johann-Jakob Zimmermann (Kreditberater Schwanden) und Mike Baumann (Leiter Anlageberatung) verstärkt die GRB Glarner Regionalbank ihre kundenfokussierte Be­ratung weiter. Der Personalaufwand nahm daher um 8,3 Prozent auf 1,20 Mio. Franken zu. Der Sachaufwand erhöhte sich hingegen nur geringfügig um 1,3 Prozent, und dies trotz dem Ausbau des Geldautomatennetzwerks um die Standorte Näfels und Engi. Die hohe Investitionstätigkeit in den vergangenen Jahren führte aber gleichzeitig zu einer weiteren Zunahme des Abschreibungsbedarfs von 20 Prozent auf 0,43 Mio. Franken.

Stabile Ertragssituation
Der Geschäftsertrag lag dank der guten operativen Leistung in allen Geschäftsbereichen auf Vorjahres­niveau. Der Geschäftserfolg nahm indes um 11,5 Prozent auf 1,26 Mio. Franken ab. Der Grund dafür liegt im Ausbau der Beratungskompetenz und der Investitionen in die digitale Zukunft der Bank. Der Halbjahres­gewinn beläuft sich somit auf 0,98 Mio. Franken, was einem Rückgang von 5,6 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht.

Ausblick
Die Covid-19-Pandemie wird die Wirtschaft auch in der zweiten Jahres­hälfte beschäftigen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurde die GRB Glarner Regionalbank davon nur am Rand in Mitleidenschaft gezogen. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass diese Krise im zweiten Halbjahr 2020 und im kommenden Jahr auch für die GRB Glarner Regionalbank spürbarer wird und zusätzliche Wertberichtigungen anfallen könnten. Im Zinsengeschäft rechnet die Bank mit weiterhin tiefen Zinsmargen und unter Druck stehenden Erträgen. Das Wachstumspotenzial des Wertschriften- und Anlage­geschäfts will die Bank mit einer klaren Produktstrategie noch stärker ausschöpfen. Zudem wird im zweiten Semester 2020 das neue und innovative Kundenportal in Betrieb genommen, das der Kundschaft der GRB Glarner Regionalbank grösst­mög­liche Flexibilität bei der Erledigung ihrer Bank­geschäfte garantiert.

pd.

Back To Top