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Einweihung: (von rechts) Regierungsrat Benjamin Mühlemann, Gemeinderätin Sibylle Huber und Gemeindepräsident Thomas Kistler. (Foto: Sara Foser)

Pünktlich zum Schuljahr wurden der neue Kindergarten und das Primarschulgebäude in der Schule Linth-Escher in Nieder­urnen eröffnet. Am Tag der offenen Tür konnten die ersten Interessierten einen Blick in die neuen Räumlichkeiten werfen.

Glarus Nord wächst. Unter den neuen Einwohnern auch viele Kinder, die Schulraum brauchen. «Dieses Thema hat mich vom ersten Tag im Amt nicht mehr losgelassen», sagt Gemeinderat Kaspar Krieg (seit 2016). Dies auch, weil bereits unter Vorgänger Bruno Gallati viel Zeit für die «Schul­entwicklung» aufgewendet wurde.

Das erste sichtbare Resultat konnte am Samstag, 18. Juli, der Bevölkerung präsentiert werden. Für das Schul­zentrum Linth-Escher wurden rund 12 Mio. Franken investiert. Es be­inhaltet ein neues Schulgebäude mit 6 Klassenzimmern inklusive Gruppenräume sowie 1 Kindergarten mit 3 Klassenräumen und 1 grosszügiger Aussenraum; unterteilt in einen öffent­lichen sowie einen internen Spielplatz. Zudem konnten im Untergeschoss des Primarschulgebäudes 1 Schulküche sowie 1 Werkunterrichtsraum realisiert werden. Ausserdem konnte mehr Platz für die Tagesstruktur geschaffen werden. «Hier haben wir aber gespürt, dass die Nachfrage und Bedürfnisse gegenüber den Annahmen während der Planung sprunghaft zugenommen haben», erklärte Gemeinderätin Sibylle Huber.

Dies werde die Gemeinde sicher noch weiter beschäftigen. Sie bedankte sich im Vorfeld des Tages der offenen Tür beim Stimmvolk für das Ja zu den notwendigen Investitionen. Dieses Verständnis werde auch in Zukunft gefordert werden, betonte Gemeindepräsident Thomas Kistler. «Die beiden Gebäude sind zwar die ersten Neubauten, welche die Gemeinde Glarus Nord überhaupt realisierte. Sie sind aber sicher nicht die letzten.» Bereits in Vorbereitung ist ein neues Schulgebäude im Schnegg in Näfels. «An der Herbstgemeindeversammlung folgt die nächste Anfrage für den Planungskredit.» Dabei gehe es auch darum, Räume zu schaffen, «damit man Schule machen kann, wie man das heute am besten praktiziert».

Erweiterungsbau Berufsschule Ziegelbrücke
Regierungsrat und Bildungsdirektor Benjamin Mühlemann sagte: «Wir als Kanton wollen ja nicht weit von hier ebenfalls ein Schulprojekt realisieren.» Gemeint war der Erweiterungsbau der Berufsschule in Ziegelbrücke, welcher mit dem Vorprojekt auf gutem Wege sei. Er freue sich, dass endlich solche Anlässe – natürlich mit der gebotenen Vorsicht – wieder möglich sind. «Die letzten Monate haben gezeigt, wie wichtig der direkte menschliche Kontakt ist. Und dies auch bei der Erziehung.» So dürfte auch dieser Bau nicht nur für Jahre, sondern für Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, bei der Bildung der Jugend zur Ver­fügung stehen und der Raum sein für zahlreiche Kindheitserinnerungen.

Jürg Huber

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