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Nächtlicher Blick auf unsere Galaxie. (Foto: Jürg Grünenfelder)

Immer wieder eindrücklich, die Abertausende von Sternen in der Milchstrasse an einem dunklen Ort zu bestaunen.

Das Zentrum der Milchstrasse mit ihren Wolkenstrukturen erreicht nun die höchste Position am Himmel und ist daher für Fotografen besonders interessant.
Auch wenn die Nächte noch sehr kurz sind, kann man die Milchstrasse während gut drei Stunden beobachten und fotografieren. Dazu braucht es bloss einen wolkenlosen Himmel, freie Sicht gegen Süden/Südwesten und Leermond. So bleibt noch mehr als eine Woche Zeit für die Planung, denn am Montag, 20. Juli 2020, ist Neumond. Je tiefer der Horizont, am liebsten weniger als 10° Azimut, desto mehr vom Zentrum der Milchstrasse ist sichtbar. Gegen 23.00 Uhr sollte die Milchstrasse immer deut­licher im Süden sichtbar werden. Um 02.00 Uhr wird sie dann senkrecht auf 215° (Südwesten) über dem Horizont stehen, bevor sie ab 03.00 Uhr langsam zu verblassen beginnt.

Trotz Juli wird es in der Höhe immer wieder empfindlich kalt, ein Umstand, der beim Packen des Rucksackes berücksichtigt werden sollte. Da wir fast die ganze Nacht «arbeiten», sind Handschuhe und Wollkappe gar nicht so abwegig, und wer seiner Linse ein wärmendes Mäntelchen gönnt, wird mit nebelfreien Zeitrafferbildern belohnt. Eine gut geplante Nacht im Gebirge ist so oder so ein Erlebnis, das in Erinnerung bleiben wird. Wenn dazu noch schöne Bilder kommen, kann diese Erinnerung immer wieder aufgefrischt und mit anderen geteilt werden.

Jürg Grünenfelder

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