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Martin Bilger zeigt den Besprechungsraum für Eltern und Schulkinder, rechts im Bild Schulleiterin Franziska John. (Fotos: Hans Speck)

Anlässlich einer Medienorientierung informierten die Gemeinde- und Schulbehörden über bereits erledigte und künftige Umbau- und Sanierungsmass­nahmen an Schulhäusern der Gemeinde Glarus. Als dringend wurde die erste Etappe mit dem Umbau und der Sanierung des alten Primarschulhauses in Netstal erachtet. Nach mehrmonatigen Umbau- und Sanierungsmassnahmen konnte das altehrwürdige Netstaler Primarschulhaus in neuem Glanze und zur grossen Freude der Schulkinder kürzlich seiner Zweckbestimmung übergeben werden.

In freudiger Erwartung durften vor wenigen Tagen die Netstaler Schülerinnen und Schüler der 1.–6. Klasse nach einer längeren Auszeit endlich Einzug in ihre neuen Schulzimmer im alten Primarschulhaus halten.

Während des Unterbruchs war das Schulhaus umgebaut und totalsaniert worden, danach hatte die Corona­virus-Pandemie keinen Unterricht im Gebäude zugelassen. Als nun der Bundesrat die verordneten Schutzmassnahmen lockerte, konnte der Schulbetrieb in der ganzen Schweiz und auch in Netstal wieder aufgenommen werden. Besonders freudig für Lehrerschaft und Schulkinder des Wiggisdorfes: der gleichzeitige Einzug in die neuen, modernen Schulzimmer.

Weitere Schulhäuser werden saniert
Gemeinderat Hansjörg Schneider, Ressortleiter Bau und Umwelt, in­formierte detailliert über den erfolgreichen Umbau und die Sanierung des alten Primarschulhauses und wies auf die nächsten Bauphasen der Schulhäuser in Netstal hin. Gemäss Schneider werden in den nächsten Wochen und Monaten erst das neue Primarschulhaus (erbaut und ein­geweiht im Jahre 1959) und im Anschluss das Sekundarschulhaus einer umfassenden Sanierung unterzogen. Martin Bilger, Hauptabteilungsleiter Bildung und Familie, führte durch die Räumlichkeiten des «alten» Primarschulhauses in neuem Glanze. Schon beim Haupteingang, welcher durch das Foyer im Parterre führt, bewiesen die Planer, dass sich Altes und Neues im Kontext gut verbinden lässt. So liess man den mit Ziersteinen aus­gelegten Boden beim Treppenhaus bestehen, ebenso das Treppenhaus, wo deutliche Spuren der Vergangenheit immer noch gut zu sehen sind. Einzig bei den Treppengeländern liess man die Metallnoppen entfernen, die früher das bei den Schülern beliebte Herunterrutschen auf dem Geländer verhindern sollten.

Schulzimmer entsprechen den neuesten Anforderungen
Sämtliche Schulzimmer wurden nach heutigen schultechnischen und päda­gogischen Anforderungen konzipiert und neugestaltet. In einem aufwendigen Verfahren wurde das Schulhaus buchstäblich ausgehöhlt. Da blieb in der Tat kein Stein auf dem anderen! Abschliessend präsentierte Haupt­abteilungsleiter Martin Bilger den Anwesenden, unter ihnen Sonja Kohler, Leiterin Standortförderung und Kommunikation der Gemeinde Glarus, sowie Franziska John, Schulleiterin Primarschule Netstal und Buchholz, ein Muster-Schulzimmer. Man konstatierte: die gute alte Schulstube ist mit heutigen Schulzimmern kaum mehr vergleichbar. Martin Bilger hatte dafür gesorgt, dass dank einer aufklappbaren Wandtafel dieses uralte Arbeitsmittel auch künftig seinen Platz neben all den anderen modernen Gerätschaften behält. Doch das klobige Schulpult mit dem integrierten Tintenfässli hat definitiv ausgedient. An seiner Stelle stehen einzelne Tischchen, die beliebig kombinierbar sind. Für Schulbücher und -utensilien stehen jedem einzelnen Schüler Ablagekästchen zur Verfügung. Für Eltern- und Schüler­gespräche gibt es jetzt einen separaten Raum. Ich selber wünschte mir beim Anblick der Schulzimmer ein paar Jährchen weniger zu haben, dann würde ich mich bei der nächsten Einschulung gerne wieder anstellen.

Hans Speck

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