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Clownerie mit Hundedressur: Ein Kurzprogramm für Kleinkinder und Senioren. (Foto: FJ)

Sie gehört zu den abgedroschensten Floskeln unserer deutschen Sprache: Die Rede von Jung und Alt. Doch an diesem Freitagmorgen, 24. April, von 10 Uhr bis 10.30 Uhr, versammelten sich die kleinen Kinder an der Hecke, während die Altersheimbewohner des Hofs aus ihrem Wintergarten zuschauten. Und klatschten. Und zuschauten. Das war dann tatsächlich Jung und Alt zusammen – beim Spass. Und das mit Duldung, ja schon fast Promotion durch die Kantonale Führungsorganisation.

Ischa und Milu fuhren mit dem Auto gut versteckt beim Altersheim Hof in Mollis vor. Sie hatten ein halbstündiges Clownerie-Programm vorbereitet, mit einer ganz kleinen Manege, einer Drehorgel, einer Stelzengängerin, einem Clownpaar, einem kleinen Hund und jeder Menge Akrobatik. Das konstant sonnige Frühlingswetter spielte ihnen in die Hände. Ausser manchen Augen blieb alles trocken. Das Besondere am Hof: Kleinkinder und Senioren sassen praktisch nebeneinander – also getrennt durch die Scheibe des Wintergartens. Die Clowns des Zirkus Mugg hatten eine kurze und exklusive Tournee zusammengestellt – ihre Aufrittsorte waren Elm und Schwanden, Salem und Lihn, Bergli und Bruggli, Letz und Feld. Denn sie folgten den Seniorinnen und Senioren zu ihren Wohnheimen, zeigten ihre Kunst – also Seilhüpfen auf dem Einrad ist schon eine Kunst, und drei Ringe an Beinen und Armen kreisen lassen ebenfalls, und den kleinen Hund über die Hand springen und tanzen lassen auch. Etwas Clownerie war auch dabei – mit den zwei Quetschkommoden, auf Stelzen und zum Schluss beim Ballonknüpfen. Vom Publikum darf man sagen, dass es gebannt mit dabei war – von den Medien, dass sie sich echt ins Zeug legten. Selbst dem Blick und sogar der Tagesschau war diese Corona-Aktion einen Beitrag wert. Und dem Zirkus Mugg? Dem darf man zum Kurzprogramm und zur Phantasie gratulieren.

FJ

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