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Integration nicht nur unter den Nationen, sondern auch bei den Leistungsniveaus? (Foto: Archiv)

In Glarus sammelte eine Gruppe von 30 bis 40 besorgten Eltern Unterschriften bei anderen Eltern und Lehrpersonen, die der Erweiterung der integrierten Oberstufe auf kritisch gegenüberstehen. Bis 13. November kamen in zwei Wochen 430 Unterschriften gegen die Einführung der integrativen Oberstufe Buchholz im nächsten Sommer 2022 zusammen. Den FRIDOLIN interessiert, was Sie dazu denken.  Stimmen Sie ab unter https://www.fridolin.ch/pulsmesser.

Die besorgten Eltern  wollen mit ihrer Unterschriftensammlung die Schulkommission davon zu überzeugen, ihren Entscheid für das Projekt «Erweiterung der integrierten Oberstufe» noch einmal zu überdenken oder ihn wenigstens zu vertagen. Es geht darum, ob Sekundarschüler, Realschüler und Oberstufenschüler in dieselben integrativen Klassen gehen oder ob sie in separaten Sekundar-, Real- und Oberstufenklassen unterrichtet werden. Bis jetzt haben die dortigen Schulbehörden dafür aber kein Gehör. Abklärungen des FRIDOLIN ergaben, dass aufgrund der Gemeindeautonomie der Entscheid der Verbindung der Schultypen den Gemeinden obliegt und dass dort in der Regel die Schulkommissionen darüber bestimmen. Das ist aber nicht in Stein gemeisselt. Aus politischen Gründen könnte die Gemeindeordnung diesen Entscheid auch einer anderen Instanz überlassen, zum Beispiel der Gemeindeversammlung. Dazu wiederum könnten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Gemeinde einen Antrag an die Gemeindekanzlei stellen. 

Die besorgten Eltern von Glarus, Ennenda, Riedern und Netstal sind übrigens nicht aus Prinzip gegen integrative Schultypen. Doch sie haben Bedenken, weil nicht alle betroffenen Eltern mit im Boot sind, weil sowohl die abgebende Primarschule, die das System bereits umsetzt, wie auch die später aufnehmenden Lehrmeister neben Lob auch Kritikpunkte äussern. Zudem sollen neben Mathematik, Französisch und Englisch, wo die Schüler/-innen ihrem Leistungsniveau entsprechend beschult werden, auch andere Fächer - etwa Deutsch - im Niveauunterricht geführt werden, damit die Leistungswilligen vorwärts kommen, während die Schwächeren die besondere Hilfestellung bekommen, die sie nötig haben.

Frage: Sollen die Glarner Gemeindeordnungen so angepasst werden, dass in Zukunft die Gemeindeversammlung über integrative Schulstrukturen bestimmen kann? Wie sehen Sie das? Danke für Ihre Stimme unter https://www.fridolin.ch/pulsmesser– wir werden das Umfrageresultat im kommenden FRIDOLIN veröffentlichen.

FJ

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