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Der MC Linth vor der «Russischen Kapelle» am Vršičpass. (Foto: zvg)

Die Clubferien des MC Linth führten ins wunderschöne Slowenien. Tourguide Alex Hager hatte eine Reise in ein zwar nahes, aber eher unbekanntes Land zusammengestellt.

Am Bettagssamstag trafen sich 14 Töfffahrer und drei Sozias in Näfels, zum Start der Ferienwoche in Slowenien. Bei Kaiserwetter führte die Anfahrt über Flüela- und Ofenpass zum Gastgarten der Brauerei Forst zur obligaten Schweinehaxe und weiter über das Würzjoch in die Dolomiten nach San Vigilio zur Übernachtung im Hotel Condor. Der Sonntagmorgen empfing uns mit leichtem Regen, der aufhörte, als wir die Motoren starteten. Uns begleitete aber auf den Hochstrassen teilweise recht dicker Nebel. Über die Pässe Valparola, Falzarego und Mauria erreichten wir den Monte Zoncolan. Der Aufstieg gilt als einer der steilsten in Europa und forderte unsere Maschinen mit engen Strassen und giftigen Serpentinen. Über die Sella Nevea und den Predilpass erreichten wir Slowenien und das Hotel Ribno in Bled, unsere Basis für die Ferienwoche.

Nach einer regnerischen Nacht besuchten wir am Montag die Höhlen von Postojna. Bei frischen Temperaturen und Nebel fuhren wir über teilweise feuchte Strassen. Im Karstgebiet erkundeten wir die riesigen Tropfsteinhöhlen mit der Höhlenbahn und bestaunten auf einem 1,5 km langen Rundgang mehrere Hallen, wo über Millionen von Jahren Stalagtiten und glänzend weisse Stalagmiten wie der fünf Meter hohe «Brillant» entstanden. Ein unvergessliches Erlebnis. Von nun an waren auch die Wetterbedingungen bestens.

Am Dienstag ging es über die Hochebene von Pokljuka zum idyllischen Bohinjsee im Triglav Nationalpark. Die Reise auf kurvigen Strassen mit tollen Ausblicken führte zurück ins Tal nach Kranj und in die Kamniker Alpen, über den Paulitschsattel nach Österreich und über den Seebergsattel wieder nach Slowenien.

Auf der Nordseite des Vršičpasses erinnert eine «Russische Kapelle» an die russischen Kriegsgefangene, die beim Bau der Strasse 1916 starben. Wir besuchten sie am Mittwoch und fuhren weiter ins Tal der Soča, die uns mit türkisblauem Wasser überraschte. Wir folgten ihr bis Bovec und nahmen den Anstieg zur Mangart-Panoramastrasse unter die Räder, wo wir den Blick auf die Julischen Alpen genossen und bald das Tagesziel Begunje erreichten, Heimatort von Slavko Avsenik. Enkel Sašo führte uns im Avsenikmuseum begeistert in die Welt der Oberkrainermusik und des «Trompetenechos» ein. Nach einem Halt im Gastgarten erkundeten wir Bled, das St. Moritz Sloweniens.

Am Donnerstag erreichten wir über Loiblpass und Schaidasattel Bad Eisenkappel, kurvten bis Lavamünd und folgten der friedlich fliessenden Drau bis Podvelka. Auf einer Forststrasse fuhren wir – teilweise über Naturbeläge – zum Roglapass und folgten im Schräglagentanz der Maschinen auf der Slemenpanoramastrasse dem Karawankenkamm.

Da die Slowenischen Grenzkammstrasse wegen Bauarbeiten gesperrt war, wählten wir am Freitag die italienische Seite im Friaul, wo schmale Kurvenstrassen durch dichte Kastanienwälder zum Berg Sabotin führen, der mit seinen Schützengräben an die Isonzofront im Ersten Weltkrieg erinnert und von wo man den Triglav, die Dolomiten und bis zum Adriatischen Meer sah. Am Abend erlebten wir einen slowenischen Abend mit der Hauskapelle Avsenik.

Am Samstag führte die Rückreise über den Wurzenpass ins Gailtal, über den Gailbergsattel zur Felbertauernstrasse und nach Wörgl auf die Inntalautobahn. Slowenien, wir kommen gerne wieder. www.mclinth.ch

Alex Hager

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