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Frau Bundesrätin Simonetta Sommaruga speist zusammen mit den CEOs von AlpinSolar, Denner und IWB den ersten Solarstrom ins Netz. (Foto: Hans Speck)

Für AlpinSolar war Freitag, 8. Oktober, ein Freudentag. Energieministerin Simonetta Sommaruga speiste im Beisein von kantonalen und kommunalen Behörden und Vertretern von Axpo, IWB und Denner erstmals Muttsee-Solarstrom ins Stromnetz. Die Solaranlage soll künftig maximal 2,2 Megawatt elektrische Leistung erbringen und pro Jahr 3,3 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren – die Hälfte davon im Winter. Sie ist somit die grösste alpine Anlage in der Schweiz.

Eingeladen vom Solarstromhersteller AlpinSolar wurde im Hotel Tödi im Tierfehd die erstmalige Einspeisung von Solarstrom ins Stromnetz der Schweiz gefeiert. Die Bau- und Installationsarbeiten an der 1040 Meter langen, auf über 2500 m ü.M. höchstgelegen Staumauer Europas sind ein Gemeinschaftsprojekt von Denner, Axpo und IWB. Denner wird den alpinen Solarstrom während 20 Jahren beziehen.

Axpo-Verwaltungsratspräsident Thomas Sieber begrüsste unter anderem Ständerat Mathias Zopfi, Nationalrat Martin Landolt, Regierungsrat und Departements-Vorsteher Kaspar Becker, Axpo-CEO Christoph Brand, IWB-CEO, Claus Schmidt sowie Denner-CEO Mario Irminger sowie Bundesrätin und Energieministerin Simonetta Sommaruga. Drei Jahre habe es von der Idee bis zur Realisation gedauert. Dank der Unterstützung der Gemeindebehörden von Glarus Süd und des Regierungsrates des Kantons Glarus sei dies in so kurzer Zeit möglich gewesen.

Sommaruga über Versorgungssicherheit
In ihrer Grussbotschaft aus Bundesbern bedankte sich Simonetta Sommaruga bei AlpinSolar für die Realisierung der grössten Solaranlage Europas. «In Zukunft brauchen wir noch mehr einheimischen Strom», appellierte sie. «Das Thema Versorgungssicherheit ist in unserm Land definitiv weit oben auf der Agenda angelangt. In den letzten Jahren wurde viel zu wenig in die Stromproduktion für unser Land eingesetzt. Man hat vor allem auf den Import gesetzt. Wir können uns aber nicht darauf verlassen. Wir brauchen rasch mehr einheimischen Strom.» Und weiter: «Das Projekt AlpinSolar macht deutlich, dass in unserem Land in Zukunft mehr Strom produziert werden muss. Der Strom soll aus erneuerbaren Energien kommen. Das erfüllt das Projekt AlpinSolar in der Hinsicht.» Eine Miniaturstaumauer symbolisierte die Solaranlage beim Muttsee, die CEO von Alpin Solar, Denner und IWB setzten mit Mini-Solarpanels, die sie in die Staumauer setzten, die Solarstromanalage auf der Staumauer Muttsee in Betrieb und fertig war die erste Einspeisung ins Stromnetz der Schweiz. Axpo-Mediensprecher Noel Graber schilderte in einer Direktschaltung die aktuelle Situation auf der Staumauer und bestätigte, dass die Anlage einwandfrei funktioniere und Strom produziere.

Die vollständige Inbetriebnahme der grössten alpinen Solaranlage der Schweiz erfolgt im August 2022. Die Muttsee-Staumauer ist dank ihrer bestehenden Infrastruktur, ihrer Ausrichtung und Höhenlage für Solarenergie prädestiniert. Aufgrund der alpinen Lage ist dort die Solarkraft besonders effektiv und liefert dank Reflexion am Schnee und wenig Nebel besonders im Winter viel Strom.

Hans Speck

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