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Kein Durchkommen für einheimische Pflanzen: Deshalb rückt die Junge Mitte dem einjährigen Berufskraut zu Leibe. (Foto: FJ)

Zwölf Säcke und vier Einsatzwillige aus der Jungen Mitte – das ist die Bilanz des Samstagvormittags, 7. August, an dem Präsident Morris Kistler zusammen mit Isis van der Have, Christian Weiser und Gemeinderat Dominique Stüssi dem hartnäckigen Kraut auf dem Land von Kundert + Co zu Leibe rückte. Wer mitreissend unterwegs ist: am Dienstagabend, 10. August, ab 18 Uhr geht es dem Rest an den Kragen.

Das Einjährige Berufkraut ist ein gebietsfremde Problempflanze und wurde im 17. Jahrhundert als Zierpflanze aus Nordamerika eingeführt. Heute ist es zwar nicht mehr im Gartenhandel erhältlich wächst aber bereits an vielen Stellen in der Natur wie entlang von Strassen, Bahngleisen und Fliessgewässern, auf Kiesplätzen, aber auch in Wiesen und Weiden oder in landwirtschaftlichen Kulturen. So auch in Bilten auf der wertvollen Magerwiese zwischen den Industriegebäuden, wo das ein- bis zweijährige Kraut, das bis zu einem Meter hoch wird, einheimische Arten verdrängt. 

Die effektivste Möglichkeit, um das unerwünschte Kraut zu bekämpfen, besteht darin, die ganze Pflanze vor der Samenbildung auszureissen. Wird die Pflanze abgeschnitten, so wird sie mehrjährig und kann sich weiterverbreiten. So packte die Junge Mittel alle Teile der ausgerissenen Pflanzen zur Entsorgung in einen der grünen Neophytensäcke, welche im Naturzentrum Glarnerland und bei der Gemeinde gratis erhältlich sind, und gab sie der Kehrichtabfuhr mit – denn auf dem Kompost oder bei der Grünabfuhr würden sie sich ebenfalls weiter verbreiten. 

Leider kann der Kanton bisher nur Gemeinden, Korporationen, das Linthwerk und Meliorationsgenossenschaften bei der Bekämpfung von Problempfanzen unterstützen. Private können erst unterstützt werden, wenn die neue Neobiotaverordnung in Kraft getreten ist. Dafür will sich Landrat Dominique Stüssi einsetzen.
FJ

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