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Der neue Batteriebus stösst auf Glarner Interesse. (Fotos: jhuber)

Noch bis 9. Mai setzt PostAuto den Batteriebus eCitaro auf seinen Linien im Glarnerland ein, um die Elektromobilität für Fahrgäste und das Fahrpersonal erlebbar zu machen. «Das Fahrzeug steht für die Ambition von PostAuto, seine Flotte nach und nach auf alternative Antriebe umzustellen», betonte Walter Schwyzer, Leiter Betrieb Ost, am Freitag anlässlich einer «Spritztour» mit geladenen Gästen.

Er ist der Botschafter für die alternativen Antriebe im öffentlichen Verkehr – der eCitaro. PostAuto macht die Elektromobilität mit dem Einsatz des Batteriebusses erlebbar und gibt zugleich dem eigenen Fahrpersonal die Gelegenheit, sich ans Steuer eines Elekrobusses zu setzen. Der gemietete Elektrobus wird deshalb von März bis Juli 2021 in verschiedenen Gebieten der Schweiz eingesetzt.

«Bis Ende 2024 sollen 100 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben im Einsatz sein, bis 2040 soll kein Postauto mehr mit fossilen Treibstoffen angetrieben werden», betonte Walter Schwyzer, Leiter Betrieb Ost, und Regierungsrat Kaspar Becker betonte: «Er sorgt für grosse Aufmerksamkeit.» Er freue sich, dass mit diesem Engagement der Kanton einen weiteren Schritt zur CO2-Reduktion tätigen kann. «Im Bereich Gebäude und Liegenschaften haben wir schon einiges realisiert. Der Verkehr ist aber auch ein grosser Brocken.» Damit leistet PostAuto seinen Beitrag zur Energiestrategie des Bundes, aber auch der Kanton Glarus. «Denn für die Umstellung von Dieselfahrzeugen auf Batteriebusse oder Brennstoffzellenbusse braucht es die Zusammenarbeit mit den Kantonen als Besteller des Angebots im regionalen Personenverkehr (RPV).» Sind doch die neuen Fahrzeuge noch deutlich teurer als Dieselbusse, und auch für den Aufbau der Ladeinfrastruktur muss die Finanzierung geklärt werden. «Auf die gesamte Lebensdauer ist der Aufwand jedoch nur rund 10 Prozent», so Schwyzer.

Angenehm für Gast und Anwohner
Wie sich die Fahrt im Batteriebus anfühlt, konnten die Gäste gleich persönlich erfahren. Er ist nicht nur klimafreundlich, sondern auch deutlich ruhiger als ein Dieselbus. Während der Fahrt entfällt das sogenannte Schaltrucken, wodurch die Beschleunigung gleichmässig ausfällt. Zudem sind die Motorengeräusche wesentlich leiser als im Dieselbus. Davon profitieren auch Anwohnerinnen und Anwohner von PostAuto-Linien. Der eCitaro kommt beim Fahrpersonal sehr gut an. Das Fahrzeug ist auf eine Reichweite von 150 Kilometer ausgelegt. Erfahrungen von der «Roadshow» zeigen, dass die Reichweite problemlos übertroffen wurde und dass der Motor bei Fahrten talwärts rekuperieren kann. Der Entscheid für eine Ladestrategie hängt auch von den Gegebenheiten einer PostAuto-Linie ab. Etwa, ob es an Endhaltestellen Aufenthalte gibt, wo man zwischenladen kann.

Jürg Huber

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