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Ruhe sollte kein Privileg sein – Mit rücksichtsvollem Fahren im bewohnten Gebiet können nicht nur die Fahrzeuglenker die schöne Gegend des Glarnerlandes geniessen. Ein Beitrag zum Internationalen Tag gegen Lärm.


Lärm kann sich ebenso negativ auf unser Wohlbefinden auswirken wie Luftverschmutzung oder andere Umwelteinflüsse, die wir tagtäglich wahrnehmen. Dennoch ist Lärm in unserer hoch technologisierten Gesellschaft allgegenwärtig. Daher ist es umso wichtiger, auf die Balance zwischen den unterschiedlichen Interessen von Lärmverursachern und Ruhe-, wie Erholungssuchenden zu achten.

Um diese Thematik ins Bewusstsein der Menschen zu rufen, wurde der Internationale Tag gegen Lärm ins Leben gerufen. Auch am diesjährigen Internationalen Tag gegen Lärm, dem heutigen 28. April 2021, lautet das Motto «Laut ist out». Zusätzlich steht im Jahr 2021 der Fokus auf dem Lärm durch laute Fahrzeuge.

Es ist von grosser Bedeutung, dass Fahrzeuglenker, wie auch Anwohner sich vorstellen und verstehen können, dass die eigene Wahrnehmung nicht immer derjenigen von anderen entspricht. Im Fall der Lärmposer, dem Fokus des heutigen Tags gegen Lärm, ist das Verständnis für die Betroffenen besonders gefragt. Würden zum Beispiel Motorradfahrerinnen- und fahrer rücksichtsvoll durch die Dörfer im Glarnerland fahren, könnten die Anwohnenden das schöne Wetter ebenso in ihren Gärten geniessen. Gemeinsam könnten alle ihre Freizeit geniessen.

Sensibilisierungskampagne im Glarnerland
Um die Sensibilisierung der Fahrzeuglenkenden auf den Kantonsstrassen weiter zu fördern, plant die kantonale Lärmschutzfachstelle einen Versuch mit Lärmdisplays. In der Versuchsaufstellung wird die Lautstärke der sich nähernden Fahrzeuge mittels Sensor gemessen. Daraufhin werden die Verkehrsteilnehmer bei Überschreitungen mittels der Anzeigetafel darauf hingewiesen leiser zu fahren. Bei Einhaltung der Grenzwerte wird den Verkehrsteilnehmern gedankt. Dieser Sensibilisierungsversuch wird in zwei Etappen gegliedert. In der ersten Etappe von Mitte bis Ende Mai 2021 werden Messgeräte und Displays an der Ziegelbrückstrasse in Niederurnen und an der Kerenzerbergstrasse in Filzbach aufgestellt. Während der zweiten Etappe werden die Geräte am Kirchweg in Glarus und an der Hauptstrasse in Schwanden (Spittel) installiert.

Jeder und Jede einzelne kann mit seinem eigenen Verhalten zum Lärmschutz beitragen, indem vorausschauend agiert wird und die Lärmemission dadurch niedrig gehalten wird. Die folgenden Tipps helfen:

  • Fahren Sie niedertourig und vorausschauend. Schalten Sie zügig hoch, bei ca. 2500 Umdrehungen pro Minute in den nächst höheren Gang wechseln.
  • Im ersten Gang nur anrollen.
  • Mit den heutigen hochelastischen Motoren kann auch innerorts problemlos im 4. oder 5. Gang gefahren werden.
  • Gehen Sie innerorts weg vom Gaspedal. Mit der Geschwindigkeit reduzieren Sie auch die Fahrgeräusche.
  • Nutzen Sie den Fahrschwung.
  • Verhindern Sie brüske Brems- und Beschleunigungsmanöver.
  • Verlangsamen Sie mit Bremsen statt mit Zurückschalten.
  • Achten Sie beim Kauf von Pneus auf die Reifenetikette und bevorzugen Sie leise Reifen. Sorgen Sie für optimalen Reifendruck.
  • Verzichten Sie auf Soundklappen. Den Sound Ihres Autos oder Motorrades finden nicht alle "cool".
  • Entfernen Sie Dachträger und -boxen vom Autodach, wenn sie nicht in Gebrauch sind. Sie erzeugen unnötigen Luftwiderstand und somit Lärm.
  • Fragen Sie Ihren Händler beim Fahrzeugkauf nach leisen Modellen.

pd.

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