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Sepp Kubli will dem Glarner Gewerbe wieder mehr Gehör verschaffen. An der Generalversammlung vom Glarner Gewerbeverband von letzter Woche im Sportzentrum Kerenzenberg hat der Verbandspräsident dazu erste Massnahmen vorgestellt.

Nach der Betriebspräsentation des Sportzentrums durch Betriebsleiter Walter Hofmann und der Präsentation des Neubauprojekts durch den Zürcher Baudirektor und Regierungspräsidenten Markus Kägi, ging es mit dem Jahresbericht des Präsidenten gleich zügig zur Sache. Kubli, seit einem Jahr Verbandspräsident, blickte dabei nicht gross zurück sondern hauptsächlich nach vorn. «Ich überzeugt bin, dass wir KMUs auch in Zukunft eine bedeutende Rolle im Glarnerland und in der übrigen Schweiz spielen werden», begann Kubli, der bereits früh verschiedene Vorstandstätigkeiten in Sport- und Berufsverband sowie als Landrat auch politische Ämter angenommen hatte. «Zusammen mit ihnen, möchte ich nun diese Verantwortung im Glarner Gewerbeverband tragen und bei wichtigen Entscheidungen im Kanton Impulsgeber sein. Ich möchte, dass uns die Behörden und Ämter wahrnehmen und uns als Partner sehen – sind wir doch als KMUs sehr wichtig als Wirtschaftsmotor im Glarnerland», betonte Kubli. Im Weiteren habe er mit der Glarner Handelskammer die Zusammenarbeit wieder gefunden. Er sei klar der Meinung, dass «wir zusammen stärker sind und bei wichtigen Sachen zwingend zusammenarbeiten müssen.»

«Auf ein Bier mit der Wirtschaft»

Eine wichtige Massnahme bezüglich dieser Zusammenarbeit haben der Gewerbeverband und die Handelskammer bereits in Angriff genommen: «Wir wollen die Glarner Messe wieder glarnerischer machen», erläuterte Vizepräsident Roland Goethe den Antrag des Vorstandes. Derzeit liege das Verhältnis an der Messe aus Sicht von Glarner Unternehmen etwa bei 70:30 zugunsten von ausserkantonalen Standbetreiber. Dies wolle man ändern. Goethe hat bereits das Gespräch mit den Messeverantwortlichen gesucht und nun an der GV das Projekt eines Gemeinschaftstandes vorgestellt. Dieser sieht eine kompakte, einheitliche Darstellung von 12 Messestände vor. In der Mitte ergänzt durch ein «Beizli», das von Glarnerland Tourismus betrieben werden soll. Dank guten Verhandlungen mit den Messeverantwortlichen und einem Bonus Seitens des Gewerbeverbandes, können interessierte Unternehmen die Stände für günstige 2300 Franken mieten. Die Idee des Gewerbeverbandes kreuzte sich ein wenig mit einem Vorhaben der Glarner Handelskammer, wie dessen Präsident Peter Rufibach erklärte. Weil öfters zu hören gewesen sei, dass Industrie und Gewerbe den Draht zur Bevölkerung etwas aus den Augen verloren hätten, sei auch die Handelskammer aktiv und bei der Messeleitung vorstellig geworden. Gefunden haben sich die beiden Verbände nun dadurch, dass die Handelskammer an ein oder zwei Abenden im «Beizli» die Aktion «Auf ein Bier mit der Wirtschaft» durchführen wird. So sich denn genügend Unternehmen finden, die an einem der zwölf Stände ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren werden. Die Zahl der Stände sei im übrigen nach oben offen, sagte Goethe. Rufibach betonte derweil, dass bei zu wenig Anmeldungen die Handelskammer ihr Projekt andernfalls halt eben anderweitig an der Messe durchführen werde. Gemessen an der Abstimmung zum Antrag des Vorstandes dürfte das Interesse an einem der Stände jedoch gross genug sein. Sämtliche Alle 33 Stimmberechtigen waren für das Projekt.

Belser für Landolt

Auch die statutarischen Geschäfte wurden einstimmig gutheissen. Die Jahresrechnung schloss bei einem Aufwand von 41'600 Franken mit einem Gewinn von 4785 Franken. Aus dem Vorstand verabschiedet wurde Fredo Landolt, der in der Gemeinde Glarus Nord das Präsidium der GPK übernommen hat und in der restlichen Zeit seinen wohlverdienten Ruhestand mit seiner Familie geniessen möchte. Als Ersatz wählte die Versammlung den Oberurner Sportartikelhändler Martin Belser in den Vorstand. Kubli schloss die Versammlung mit den Worten: «Ich freue mich in Zukunft mit Ihnen zusammen einen frischen Wind ins Glarner Gewerbe zu bringen.» mho