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Der regelmässig am letzten November-Freitag stattfindende Jahresschluss-Rapport zeigt die Schokoladeseite der Glarner Zivilschutzorganisation (ZSO Glarus). Die meisten Einsätze dieses vielseitigen «Instruments der kantonalen Führungsorganisation (FO)» finden jedoch häufig im Hintergrund statt und drehen sich um wenig spektakuläre Hilfseinsätze bei Grossereignissen und -anlässen zugunsten der Allgemeinheit.

Von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird der Zivilschutz seltener bei seinen Einsätzen bei Grossereignissen wie dem Erdrutsch in Bondo, sondern häufig über medienwirksame nationale Anlässe wie etwa das Lauberhornrennen oder das Eidg. Schwingfest. Regional fallen die olivgrün-orange gekleideten Zivilschutz-Angehörigen beim «Sound of Glarus», dem Tribünenbau fürs Fussball-Cupspiel oder bei Alpsäuberungen oder Aufräumarbeiten auf – und sie sind hier kaum wegzuden­ken. Diese Spezialaufgaben werden von der Zivilschutz-Führung haupt-sächlich als möglichst vielseitiges «Übungsprogramm» für ihre Mannschaft ins Jahresprogramm aufgenommen, sie sind jedoch nicht ihre Kernaufgabe, wie das der eine oder andere «Kostenoptimierer» privater Anlässe gerne hätte.

Einsatz-Grundsätze
Der Einsatz des Zivilschutzes – eines der Instrumente der kantonalen FO, zu der Polizei, Feuerwehr, technische Betriebe und die Gesundheitsinfrastruktur gehören – ist durch klare Regeln begrenzt. Grundsätzlich dürfen Gemeinden oder Stiftungen auf seine vielseitigen Instrumente zugunsten der Allgemeinheit zurückgreifen, um die Planung von Mannschafts- und Geräte-Einsätzen zu erleichtern, idealerweise ein Jahr vor dem geplanten Einsatz. Dieser muss vom zuständigen Regierungsrat bewilligt werden.

Neue Strukturen für 2020
Ab 2020 wird der Glarner Zivilschutz neu in drei Kompanien Glarus Nord, Mitte und Süd sowie in einer Spezialformation organisiert. Geführt werden diese von Thomas Hausberger und Marc Eggmann, von Benjamin Müller und Pascal Aschwanden so­-wie von Raphael Baumgartner und Martin Züger. Ein bedeutender Teil des Schlussrapports besteht aus ei­-nem Jahresrückblick der Kommandanten. Jan Zogg, Thomas Bärtsch und Heiri Speich berichteten dabei über ihre Einsätze im «Anlagen-Unterhalt», in der «Versorgung» sowie im «Kulturgüterschutz», während Benjamin Müller aus seinem Aufgabenbereich «Führungsunterstützung», Raphael Baumgartner über die Aufgaben rund um den Bereich «Betreuung» und Martin Weyermann von der «Überwachung Damm» rapportierten.

Beförderungen
Oberstleutnant Marc Olivi und Ma­jor Pierre Weidmann durften Amal Islamovic und Samuel Hausmann zu Offizieren und Michael Spichtig, Michael Müller, Dominik Bricker und Joel Haber zu Unteroffizieren befördern.