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Im Zeichen von Wahlen, Finanzen und Kirchenentwicklung stand die Herbst-Synode der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Glarus. Irene Spälti-Bornhauser aus Mollis wurde in den kantonalen Kirchenrat gewählt. Die neue Kirchenrätin ist 64-jährig und Inhaberin der Irene Spälti GmbH, einer Agentur für Kommunikation. Sie übernimmt im kantonalen Kirchenrat das neu geschaffene Ressort Kommunikation. Das Kirchenparlament hatte unter Leitung von Andreas Hefti diverse Finanzanträge zu beraten. Einstimmig genehmigte es 75000 Franken als Beitrag an den kantonalen ökumenischen Kirchentag vom 11. bis 13. Juni 2021.

Umstritten war das Subventionsgesuch der Kirchgemeinde Kerenzen für die Renovation der Kirche Mühlehorn. Der kantonale Kirchenrat beantragte, das Gesuch aus formaljuri­stischen Gründen abzulehnen. Doch die Synode sprach sich nach längerer Diskussion klar für die 89049 Franken zugunsten der Kirchensanierung aus. Das Subventionsgesuch der Kirchgemeinde Mollis-Näfels für die Sanierung der Orgel und den Ersatz der Akustik- und Höranlage – insgesamt rund 36000 Franken – passierte hingegen diskussionslos. Unbestritten blieb auch das Budget 2020, welches bei einem Gesamtaufwand von 1,091 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von 1,090 Millionen einen kleinen Rückschlag von 1060 Franken ausweist. Der Steuerfuss wurde um 0,1 Prozent auf 1,7 Prozent gesenkt.

Beim Traktandum «Abschluss Glarner Generationenkirche und Neustart Kirchenentwicklung» betonte Kirchenratspräsident Ulrich Knoepfel, der Erneuerungsprozess habe wichtige Veränderungen in der Kirche bewirkt. Im Sinne des reformatorischen Prinzips «Die Kirche ist immer zu reformieren» erteilte die Synode dem kantonalen Kirchenrat den Auftrag zur ständigen Kirchenentwicklung. Sympathisch war die Geste von Gemeindepräsident Christian Marti: Aus Anlass des Zukunftstages begleitete ihn seine Tochter Norina an die Synode. mb.