News

Der jährliche Anlass der TCS-Sektion Glarus für die Veteranen widmete sich dieses Jahr den medizinischen Voraus­-setzungen fürs Autolenken.

Jedes Jahr lädt die TCS-Sektion Glarus die Senioren des Clubs zu einem Anlass ein, bei dem neben dem gemütlichen Teil, stets auch eine Information rund um das Autofahren angeboten wird. Dieses Jahr widmete sich der Schwandner Arzt Renato Kamm den gesundheitlichen Voraussetzungen fürs Autofahren. Diese Voraussetzungen sind in vier Stufen eingeteilt. Es sind jene Voraussetzungen, die heute durch das Strassen­verkehrsamt ab 70 Jahren verlangt werden und die von einem Arzt geprüft werden müssen. Dabei gibt es für Lenkende von schweren Fahr­zeugen und Bussen spezielle Prüfungen.

Die erste Stufe beinhaltet das normale Befinden eines Fahrers wie gehen, sitzen, aufstehen oder reagieren. Ebenfalls die Fahrfähigkeit beeinträchtigen sinkendes Sehvermögen und eine allfällige Demenz. Gemäss Renato Kamm ist das Erkennen einer zunehmenden Demenz sehr schwer feststellbar. Die Fähigkeit sich selber ehrlich einzuschätzen ist kaum vorhanden. Hier sind beim Beurteilen die nächsten Verwandten um ihre ehrliche Meinung gefragt. Medizinische Probleme im Alter sind: 48 Prozent beginnende Demenz, 24 Prozent Visusprobleme, 6 Prozent Alkoholprobleme und 5 Prozent Herzkreislaufprobleme. Wer die medizinischen Anforderungen nur knapp erfüllt, muss eventuell eine Fahrprobe absolvieren. Der Arzt muss ferner in einem weiteren Verfahren jene Lenker beurteilen, die in einen Unfall verwickelt waren.

Für die heute über 70-Jährigen ist die Entwicklung im Verkehrssektor enorm. 1989 waren noch 2,2 Millionen Schweizer Fahrzeuge unterwegs, heute (Stand 2018) sind es 4,6 Millionen. Trotzdem wurden 1970 auf den Strassen noch 1750 Tote registriert, jetzt sind es nur noch 250. Den angenehmen Teil des Seniorentreffs bildete wie immer ein offeriertes Mittagessen.

Aldo Lombardi