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Am Montag, 9. September, informierten die Sportbahnen Elm über das neue Baugesuch, mit dem das Wintersportgebiet eine Beschneiungsinfrastruktur errichten will. Mit Vizepräsident Klaus Jenny und Direktor Bruno Landolt von den Sportbahnen beantworteten auch Lucia Oetjen, Projektleiterin UVB, und Projektleiter Stefan Trümpi von Runge die Fragen der Journalisten.

Beschneiung findet in vielen Skigebieten schon heute grossflächig statt – auch in Elm. An ihrer Medienkonferenz präsentierten die Sportbahnen Elm den Stand der Planung für die Erweiterung der Beschneiungsinfrastruktur. Mit dem Projekt beabsichtigen sie, so Klaus Jenny, ihre prekäre wirtschaftliche Situation nachhaltig zu verbessern und die Zukunft der Sportbahnen langfristig zu sichern. Das Projekt stützt sich auf Gutachten zur Beschneiungsklimatologie vom WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung, SLF, Davos, sowie der Universitäten St. Gallen und Innsbruck (A) und soll im Rahmen des Landsgemeindebeschlusses zur Mitfinanzierung von touristischen Kerninfrastrukturen erfolgen.

Pumpen, schneien, Umwelt schonen
Nur mit Schneesicherheit lässt sich im Wintersportort Elm die Weiterexistenz der Sportbahnen sichern – davon ist der Verwaltungsrat überzeugt. Deshalb wurde seit 2016 ein Projekt geplant und ein entsprechendes Baugesuch eingereicht. Aus den Einsprachen der Umweltverbände und mit zuständigen kantonalen Stellen wurden neue Erkenntnisse gewonnen. Das Projekt wurde entsprechend angepasst und soll im Oktober als Baugesuch im Amtsblatt publiziert werden. Denn nur wenn ein bewilligtes Baugesuch vorliegt, kann der Landrat das Geschäft behandeln. Konkret soll der Sernf durch ein aufblasbares Schlauchwehr dann aufgestaut werden, wenn es Wasser für die Beschneiung braucht und die Wetterbedingungen passen. Das Wehr ist also etwa 10 Tage im Jahr oben, sonst ist es für die Fische kein Hindernis. In drei Stufen wird das Wasser dann über insgesamt 9,4 km hochgepumpt, damit die Pisten schnell – man spricht von 72 Stunden – mit mechanisch hergestelltem Schnee beschneit werden können. Damit könne langfristig Schneesicherheit und letztlich der nötige Umsatz von 8 bis 10 Millionen Franken jährlich garantiert werden. Der ausführliche Umweltverträglichkeitsbericht (UVB) legt dar, dass das Projekt umweltverträglich umsetzbar ist – dazu zeigte Projektleiterin Lucia Oetjen die geplanten Massnahmen auf. FJ