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Im diesjährigen Wahlkampf, der am 20. Oktober entschieden wird, überschlagen sich die Ereignisse. Mit der Nationalratskandidatin Priska Grünenfelder tritt eine junge Kandidatin der Sozialdemokratischen Partei in den Ring.

Die Meldung der SP-Sektion Glarus Nord vom Dienstagmorgen, 3. September, ist kurz und knackig: Aufgrund ihres Beschlusses vom 26. August beantragt sie der kantonalen Parteiversammlung vom Montag, 9. September, Priska Grünenfelder, die 33-jährige Lehrerin und Politikerin aus Näfels, als Nationalratskandidatin zu nominieren. «Mit Priska Grünenfelder stellt sich unseres Wissens erstmals eine Glarner Frau zur Wahl in den Nationalrat», heisst es in der Meldung.

Die Kandidatin selbst ist zu diesem Zeitpunkt gerade als Fachlehrerin mit der Schule unterwegs – bei einer Wanderung auf dem Gottschalkenberg. Im kurzen Gespräch setzt sie die Eckpunkte ihrer Politik auseinander: für eine ausgewogene moderne Familienpolitik, bei der sich Beruf und Familie vereinen lassen, für Gleichstellung, für Bildung – «denn sie ist unser höchstes Gut» – und für eine gelebte Nachhaltigkeit, wo es griffige Gesetze geben soll. «Denn es braucht jetzt verbindliche Vorgaben und Gesetze. Ich kandidiere, weil Frauen und Junge in Bern untervertreten sind. Wir müssen für unsere Rolle als fortschrittlicher Kanton den Glarnerinnen und Glarnern eine Auswahl bieten.»

Der Vorstand der SP-Sektion Glarus Nord zeigt sich überzeugt, «dass Priska Grünenfelder die Voraussetzungen mitbringt, sich schnell in der nationalen Politik einzuarbeiten und sich für unser Land einzusetzen.» Jung, dynamisch, erfahrene Berufs- und Familienfrau – so beschreibt sie der Vorstand. Sie selber sagt auf die Frage, weshalb man sie wählen solle: «Ich bin engagiert, stehe mitten im Leben, verkörpere moderne Familienpolitik und bringe als berufstätige Mutter von drei Kindern Erfahrung mit. Alles ist lernbar, auch Parlamentsarbeit.» FJ